• vom 11.10.2016, 21:33 Uhr

Stadtleben

Update: 04.11.2016, 16:12 Uhr

Stadtentwicklung

Das "urbanize! 2016" diskutiert über die Zukunft der Stadt




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  • Ab Mittwoch findet fünf Tage lang das internationales Festival für urbane Erkundungen statt.

Das "urbanize! 2016" findet bis Sonntag statt. Festivalzentrale ist im Gschwandner im 17. Bezirk.

Das "urbanize! 2016" findet bis Sonntag statt. Festivalzentrale ist im Gschwandner im 17. Bezirk.© Gehsteig Guerrilleros Das "urbanize! 2016" findet bis Sonntag statt. Festivalzentrale ist im Gschwandner im 17. Bezirk.© Gehsteig Guerrilleros

Wien. Die Städte wachsen, die ökonomische Ungleichheit nimmt zu, die Wohnungen werden teurer, der Kampf um die letzten verbleibenden urbanen Freiräume ist längst entfacht. Droht das städtische Gefüge zu kippen? Diesen drängenden urbanistischen Fragestellungen widmet sich auch heuer wieder das "urbanize! 2016", ein internationales Festival für urbane Erkundungen.

Das Festival wird vom Wiener Urbanismus-Magazin "dérive" veranstaltet. Seit sieben Jahren werden hier die Probleme und Möglichkeiten der Stadtentwicklung diskutiert. Mit Vorträgen, Filmen, Ausstellung, Stadtexpeditionen, Forschungsreisen und Interventionen an verschiedenen Orten der Stadt werden urbane Thematik erläutert.

Der diesjährige Titel des Festivals "Housing the Many - Stadt der Vielen" rückt die Bewohner selbst in den Mittelpunkt. So beschäftigt sich einer der vielen Programmpunkte mit selbstorganisierten kulturellen und urbanen Initiativen rund um die Festivalzentrale - dem Etablissement Gschwandner im 17. Bezirk. Geschäftsleute und Bewohner, die mit vielfältigen Ideen ihre Vorstellung von Stadtleben umsetzen und damit zur Lebensqualität im Grätzel beitragen, werden besucht.

Mit der Frage der Leistbarkeit von Wohnraum in einer wachsenden Stadt setzt sich eine eigene Open Space Konferenz im Zuge des Festivals auseinander. 120 internationale Teilnehmer aus Architektur, Stadtplanung, Kunst, Design, Aktivismus, Stadtforschung, Verwaltung und Politik werden "zur Erkundung von Strategien und Mustern einer bewohnerzentrierten Stadtentwicklung geladen", wie es im Festivalprogramm heißt. "So sollen vorbildliche Lösungen für die Herausforderungen des sozialen, ökologischen und ökonomischen Wandels, in dem sich die Städte befinden gefunden werden", sagt Festivalleiterin Elke Rauth.

Grätzltour und Diskussion

Die Grätzeltour "Wem gehört denn das?" führt durch die Praxis sozialer Wiener Wohnmodelle. Bei einem Spaziergang durch Ottakring wird der Sandleitenhof als Beispiel für gebaute Ideologie besucht. Eines der diesjährigen Highlights ist die - von der Kulturwissenschafterin und Kuratorin Angelika Fitz geleitete Diskussion - "A question of Scale" mit dem Soziologen, Urbanisten und Turner-Preisträger Michael Simon.

Das "urbanize! 2016" eröffnet am Mittwoch mit einer Parade durch den 16. und 17. Bezirk, "um für eine vielfältige Stadt die Trommel zu schlagen und der fortschreitenden Ökonomisierung der Stadt den Marsch zu blasen". Der Umzug beginnt am Yppenplatz und endet in der Festivalzentrale im Gschwandner, wo die große Eröffnungsgala steigt.

Das Gschwandner

Geblergasse 36-40, 1170 Wien

www.urbanize.at

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2016
Dokument erstellt am 2016-10-11 17:44:09
Letzte ńnderung am 2016-11-04 16:12:01




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