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Update: 13.10.2016, 08:58 Uhr

Jubiläum

Eine Reformerin wird gewürdigt




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Von Arian Faal

  • Anlässlich ihres 300. Geburtstages 2017 wird Kaiserin Maria Theresia in vier Sonderausstellungen thematisiert.


© Getty Images /DeAgostini © Getty Images /DeAgostini

Wien. Es geht nahtlos von einem Kaiserjubiläum ins andere. Nachdem das Jahr 2016 durch den 100. Todestag von Kaiser Franz Joseph (21. November 1916) zum Kaiserjahr wurde, wird im nächsten Jahr eine Reformerin, nämlich Kaiserin Maria Theresia, anlässlich ihres 300. Geburtstages (13. Mai 1717) ausgiebig gewürdigt: Mittels einer großen imperialen Sonderausstellung vom 15. März bis 29. November 2017 an vier verschiedenen Standorten wird das Leben und Wirken der Monarchin beleuchtet. Am Mittwochvormittag gaben die Verantwortlichen des Mammutprojektes einen ersten Einblick zur Sonderschau mit dem Titel: "300 Jahre Maria Theresia: Strategin - Mutter - Regentin".

Originalobjekte an
Originalschauplätzen

"Wenn wir uns den US-Wahlkampf ansehen und beachten, dass Hillary Clinton als erste Frau US-Präsidentin werden will und dann zurückblicken, sehen wir, dass Maria Theresia fast 300 Jahre zuvor schon eine mächtige Frau in der Welthierarchie war", sagte Franz Sattlecker, der Geschäftsführer der Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsgesellschaft (SKB) in seinem Eröffnungsstatement.


"Wir zeigen Geschichte mit Originalobjekten an ihren Originalschauplätzen", fügte er hinzu. Dem Zufall wurde nichts überlassen und sogar der Pressetermin im Apothekertrakt des Schönbrunner Schlosses bewusst vor dem Namenstag der Regentin am 15. Oktober gewählt.

Dass unter den vier Standorten der Sonderausstellung nicht das Schloss Schönbrunn zu finden ist, erklärte der Hausherr damit, dass dort ohnehin die Dauerausstellung des Schlosses zu sehen und man mit den Besucherzahlen bereits an der Kapazitätsgrenze angelangt sei. Der gesamte Osttrakt des Schlosses sei "maria-theresianisch" und man plane auch spezielle Führungen (Pfade), die der Kaiserin gewidmet sind. Auch die vier für die Sonderausstellung gewählten Schauplätze stehen in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Herrscherin: Die Schlösser Hof und Niederweiden ließ sie maßgeblich ausbauen. Weiters ist sie die Gründerin des Hofmobiliendepots, des dritten Schauplatzes. Und die Wagenburg schließlich befindet sich ohnehin in ihrer Lieblingsresidenz, dem Schloss Schönbrunn.

Worum geht es nun bei der Sonderausstellung? Es geht um ein möglichst vielschichtiges Bild einer Frau, die eigentlich nie als Kaiserin gekrönt, sondern "nur" Erzherzogin von Österreich war. Nichtsdestotrotz hatte sie im Europa des 18. Jahrhunderts "die Hosen an". Ein Ausspruch ihres preußischen Rivalen Friedrich II. sagt viel über ihres Status aus. Er sagte einmal spöttisch zu ihr: "Nun hat dieses Land endlich einmal einen Mann und dann ist es eine Frau."

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Dokument erstellt am 2016-10-12 16:59:05
Letzte nderung am 2016-10-13 08:58:37




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