• vom 01.12.2016, 18:45 Uhr

Stadtleben

Update: 01.12.2016, 21:19 Uhr

Lebensmittel

Mobiler Sozialmarkt startet




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  • Der "Start-Up"-Sozialmarkt im Bus möchte Menschen erreichen, die nicht mobil sind.

Wien. (flor) In der Hernalser Hauptstraße betreibt der Verein "Start-Up" bereits seit eineinhalb Jahren einen Sozialmarkt. Für eine Tagesmitgliedschaft von fünf Euro können bedürftige Menschen einen großen Einkaufskorb mit Lebensmitteln füllen, Sachspenden mitnehmen oder sich im Sozialcafé mit anderen Menschen austauschen. Nun erweitert der Verein sein Angebot: Ein umgebauter Postbus soll Menschen, die nicht mobil sind, mit Lebensmitteln versorgen.

"Wir wollten expandieren und haben uns gedacht, dass ein Bus eine gute Möglichkeit ist, um auch Menschen zu erreichen, die nicht mit der Straßenbahn fahren können", sagt der Obmann des Vereins Alexander Mühlhauser zur "Wiener Zeitung". An welchen Orten der Bus halten wird, ist noch unklar. "Auf Facebook haben wir aber schon hundert Anfragen bekommen", sagt Mühlhauser. Nun halte man Ausschau nach Plätzen, die nicht zu öffentlich sind. "Viele Leute schämen sich nämlich dafür, dass sie Lebensmittel aus dem Sozialmarkt beziehen. Wir sagen dann immer: ‚Es gibt nichts zum Schämen. Wir sitzen alle im selben Boot‘."

4000 Menschen sind bei dem Verein registriert, in den Sozialmarkt kommen zwischen 100 und 150 Kundinnen und Kunden pro Tag. "Bei uns bekommt man fast alles, was es auch in Supermärkten gibt", so der Obmann. Mit Hofer und Spar funktioniere die Übernahme von Lebensmittelspenden sehr gut, Billa habe die Zusammenarbeit leider nach kurzer Zeit beendet.

Kooperationspartner gesucht

"Es hat zwar bei vielen Lebensmittelhändlern ein Umdenken eingesetzt, aber es wird immer noch wahnsinnig viel weggeworfen", sagt Mühlhauser. Man sei daher immer auf der Suche nach neuen Kooperationspartnern.

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2016
Dokument erstellt am 2016-12-01 18:02:07
Letzte ─nderung am 2016-12-01 21:19:39




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