• vom 09.06.2017, 10:20 Uhr

Stadtleben

Update: 09.06.2017, 11:36 Uhr

Life Ball

"Keine Panik, aber Vorsicht"




  • Artikel
  • Kommentare (5)
  • Lesenswert (12)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Arian Faal

  • Der 24. Life Ball am Samstag wird unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen über die Bühne gehen. Ein Lokalaugenschein.

Das Rathaus wird für den 24. Life Ball zur Hochsicherheitszone. - © apa/Sarah Kvech

Das Rathaus wird für den 24. Life Ball zur Hochsicherheitszone. © apa/Sarah Kvech

Wien. Schön langsam geht es bei den Vorbereitungen für den 24. Life Ball am kommenden Samstag im und vor dem Wiener Rathaus in die Zielgerade. Die Bühnenkonstruktion steht, das Gelände ist abgeriegelt und die Aufbauarbeiten sind in vollem Gange.

Angesichts der jüngsten Terroranschläge in Manchester, London, Paris und Teheran wird sich Europas größte Aids-Charity-Veranstaltung nach einjähriger Schaffenspause aber nicht nur organisatorisch neu erfinden, sondern von einem rigorosen Sicherheitskonzept begleitet sein. Motto: Die Sicherheit der Ballgäste hat oberste Priorität.

Information

Heuer gibt es rigorose Sicherheitsvorschriften am Life Ball. Am Ball-Gelände (im Rathaus und am Rathausplatz) sind folgende Gegenstände strikt verboten:

Glasflaschen, Rucksäcke, spitze Gegenstände, mitgebrachte Getränkeflaschen, Waffen, Regenschirme, Messer oder andere Gegenstände, die Ballbesucher gefährden könnten, auch Regenschirme dürfen nicht mitgenommen werden. Bringen Sie bitte einen gültigen Lichtbildausweis mit, damit Sie sich bei etwaigen Kontrollen ausweisen können.

Neu ist auch, dass die Bezahlung der Konsumationen sowie das Spenden am Ball komplett bargeldlos abgewickelt wird. Mittels Cashless-Armband wird bezahlt. Dazu muss man sich zuvor auf der Website lifeball.eventportal.io ein Konto einrichten, um sein Guthaben aufzuladen. Am Abend des Life Balls wird mittels der Eintrittskarte das Life-Ball-Armband mit dem jeweiligen Cashless-Konto verknüpft. Das Armband kann auch jederzeit bei einer Aufladestation mit Bargeld, Bankomat- oder Kreditkarte wieder aufgeladen werden. Wer das Cashless-Konto nicht nutzen will, kann an den Bars auch mit Bankomat- oder Kreditkarte zahlen. Nach dem Life-Ball-Abend können die Gäste bestimmen, wie viel man von seinem verbleibenden Betrag an den Life Ball-Trägerverein "Life +" spenden will und wie viel man rückerstattet bekommen möchte. Dafür haben die Gäste bis zum 25. Juli Zeit.

Einschränkungen bei den öffentlichen Verkehrsmitteln:

Ab ca. 16 Uhr bis Betriebsschluss:

Linie 1 fährt in beiden Fahrtrichtungen über Stubentor, Schwarzenbergplatz und Karlsplatz.

Linie 2 fährt in beiden Fahrtrichtungen über die Reichratsstraße.

Linie 71 fährt zwischen Zentralfriedhof 3. Tor und Schwarzenbergplatz.

Linie D fährt in beiden Richtungen über den Franz-Josefs-Kai.

Die Vienna Ring Tram fährt nur bis 16 Uhr.

Einzig die Life Ball-Bim fährt die Life Ball-Family am Abend über die Ringstraße zum Rathausplatz.

Nach dem Life Ball bringen die Nachtautobuslinien und die Nacht-U-Bahn-Linien die Ballgäste nach Hause.

Werbung

Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) weist im Gespräch mit der "Wiener Zeitung" auf die aktuelle Sicherheitslage hin. "Wir haben derzeit keine Hinweise auf eine konkrete Gefahr in Österreich. Es gibt aber immer wieder Aufrufe zum Terror in Europa, weshalb wir auch in Österreich generell von einer erhöhten Gefährdungslage sprechen", so der Minister. Die Polizei sei sensibilisiert und stehe in engem Kontakt mit den Organisatoren des Life Ball, um Maßnahmen zum aktuellen Lagebild sicherzustellen.

Rathausplatz abgesperrt
Aufgrund der Terrorattacken werden auch bei Großveranstaltungen in Österreich umfangreiche Sicherheitskontrollen durchgeführt. So auch erstmals am Life Ball. Deshalb hat sich das Life-Ball-Team entschieden, den Rathausplatz heuer erstmals zu sperren, um die Sicherheit der Gäste zu gewährleisten. Der kaufmännische Leiter des Life-Ball-Trägervereins "Life +", Niclas Schmiedmaier, betont: "Nach den jüngsten Anschlägen sind wir alle Eventualitäten noch einmal durchgegangen und haben alles veranlasst, um einen sicheren Life Ball zu ermöglichen."

Daher wurde auch ein hoher sechsstelliger Betrag in den Sicherheitsbereich investiert. "Wir haben zwei große Sicherheitsfirmen mit der Durchführung beauftragt, eine im und eine außerhalb vom Rathaus", ergänzt Schmiedmaier, der auch auf die Wichtigkeit der Leitstelle verweist, die als Verknüpfungspunkt mit den Behörden gilt. Erstmals werden auch uniformierte Polizisten bei den Eingängen zugegen sein. "Wir tun alles und nutzen die langjährigen Erfahrungen beim Life Ball, damit heuer niemand mit Messern und sonstigen gefährlichen Gegenständen hineinkommt", so der Experte weiter, der auf die Handdetektoren hinweist, die zum Einsatz kommen.

weiterlesen auf Seite 2 von 3




5 Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-06-09 10:24:06
Letzte ─nderung am 2017-06-09 11:36:41




Zwischennutzung

Die kreative Vorhut der Investoren

Noch dieses Wochenende hat der Weihnachtsmarkt im Stall geöffnet. - © creau Wien. Zum Glück waren es keine Schweine. Angie Schmied und Lukas Böckle stehen in dem ehemaligen Stallgebäude und schnuppern... weiter




Transition Base

Smartes Wagenvolk

Wohnraum muss nicht viel kosten: Der alte Zirkuswagen soll für kreative Zwecke genutzt werden. - © Puiu Wien. Über die Felder der im Nordosten Wiens liegenden Seestadt fegt ein eisiger Wind. Direkt neben der Satellitenstadt... weiter




Fleischerei

Ausgeblutet

Nach vier Generationen Familienbetrieb ist es mit Trünkel im April 2017 vorbei. - © Arnold Burghardt Wien. Es ist ein schwarzer Tag für die Wiener Fleischerbranche, ein weiterer. Das Gerücht, dass Trünkel die neun der ursprünglich 25 Filialen im April... weiter





Wiener Prater

Die Erben der Zaubermeister

Franz Steidlers Bauchrednerpuppe steht jetzt im Circus- und Clownmuseum. - © Circusmuseum Wien. "Sebastian von Schwanenfeld, Basilio Calafati und Anton Kratky-Baschik: Das sind drei legendäre Zaubererkünstler... weiter




Prater

Erstes Kino als Kunstform

- © Kadotheum Wien Wien. "Karl Juhasz war das Gegenteil vom Hutschenschleuderer Liliom", meint Robert Kaldy-Karo, der Direktor des Wiener Circus- und Clownmuseums... weiter




250 Jahre Wiener Prater

Mit Courage und Löwenherz

- © Clownmuseum Wien. "1966 gab es im Prater mehrere Gründe zum Feiern", erzählt Robert Kaldy-Karo, der Direktor des Wiener Circus- und Clownmuseums, 50 Jahre später... weiter






Werbung