• vom 17.07.2017, 20:01 Uhr

Stadtleben


Straßenbahnentgleisung

"Blackout" im 62er




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  • Ursachenforschung nach Straßenbahnentgleisung in Meidling.

- © apa/expa/Michael Gruber

© apa/expa/Michael Gruber

Wien. (aum) Die Entgleisung der Straßenbahngarnitur der Linie 62 am Sonntag in Meidling war die Folge von überhöhter Geschwindigkeit. Doch warum der Straßenbahnfahrer beim Einbiegen von der Eichenstraße in die Aßmayergasse mit ungefähr 45 statt mit den für den engen Gleisbogen vorgesehenen 15 km/h unterwegs gewesen ist, wird wohl buchstäblich im Dunkeln bleiben. Er gab nämlich an, ein Blackout gehabt zu haben.

Dass der Fahrer die Linie verwechselt haben könnte, ist unwahrscheinlich. An dieser Stelle fährt nämlich lediglich die Badner Bahn geradeaus - eine Strecke, die der betroffene Lenker zumindest zeitnah nicht bedient haben dürfte.


Auch eine mögliche "Rekord-Jagd", bei der der Fahrer die Geschwindigkeitsgrenze ausgelotet haben könnte, scheidet aus. "Da wäre er vielleicht 18 km/h gefahren, aber nicht 45. Denn dass das nicht gut ausgeht, weiß jeder Straßenbahnfahrer", erklärte Wiener-Linien-Sprecher Dominik Gries gegenüber der "Wiener Zeitung". Die Polizei führt derzeit weitere Ermittlungen durch.

Die Straßenbahn der Linie 62 kam zwischen zwei Masten und einer Hauswand zum Stehen. Acht Menschen - unter ihnen der Straßenbahnfahrer - wurden verletzt. Bei den anderen Verletzten handelt es sich um Passagiere und ein oder zwei Passanten, sagte Gries. Der 38-jährige Fahrer befinde sich in einem Krankenhaus. Die Räumung der Unfallstellung durch die Feuerwehr nahm mehrere Stunden in Anspruch und war erst am späten Abend abgeschlossen. Der Sachschaden liegt nach Angaben der Wiener Linien bei mehreren 100.000 Euro.




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Dokument erstellt am 2017-07-17 20:06:09




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