• vom 11.09.2017, 12:19 Uhr

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Update: 11.09.2017, 12:37 Uhr

Brand

Feuer in Marx-Halle war Brandstiftung




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Von WZ Online, APA

  • In der Nacht auf Sonntag kam es in der denkmalgeschützten Halle zu einem Brand, verletzt wurde niemand

Die einstige Rinderhalle wird heute als Veranstaltungsort genutzt. Im Eingangsbereich wurde in der Nacht auf Sonntag Feuer gelegt. - © APAweb / MA 68 LICHTBILDSTELLE

Die einstige Rinderhalle wird heute als Veranstaltungsort genutzt. Im Eingangsbereich wurde in der Nacht auf Sonntag Feuer gelegt. © APAweb / MA 68 LICHTBILDSTELLE

Wien. Das Feuer in der Marx-Halle in Wien-Landstraße war gelegt worden. "Es handelt sich eindeutig um Brandstiftung", sagte Polizeisprecher Harald Sörös am Montagvormittag. Einer oder mehrere Täter waren laut Polizeiangaben in der Nacht auf Sonntag in die Veranstaltungshalle eingebrochen und haben das Feuer gelegt. Dafür setzten sie einen Einrichtungsgegenstand in Brand.

Von dort griff das Feuer auf die Hallenabtrennung über. Diese trennt den Kulturbereich vom "Globe Wien"-Theater von Michael Niavarani und Georg Hoanzl. In weiterer Folge fing die Dachkonstruktion an zu brennen. Die genaue Schadenshöhe stand am Montag noch nicht fest, wurde von der Polizei jedoch als "erheblich" bezeichnet. Die Brandgruppe des Landeskriminalamtes Wien ermittelt.

100 Feuerwehrleute im Einsatz

Ein Passant hatte gegen 1.40 Uhr das Feuer in der Halle am Gelände des ehemaligen Schlachthofs St. Marx bemerkt und die Einsatzkräfte verständigt. Als die Feuerwehr hinkam, schlugen die Flammen bereits aus dem Dach. Rund 100 Feuerwehrleute bekämpften mehr als zehn Stunden den Brand.

Wie es mit der denkmalgeschützten Halle weiter geht und ob der Schaden Auswirkungen auf die kommenden Veranstaltungen hat, war vorerst nicht zu erfahren. Die Betreiber der historischen Halle haben dem Vernehmen nach am Montagvormittag über die Situation beraten.

Architektonisches Juwel

Die ehemalige Rinderhalle wird seit einigen Jahren als Eventhalle genutzt. Zum Zeitpunkt des Brandes fand allerdings keine Veranstaltung statt. Das Gebäude wurde zwischen 1880 und 1883 nach Plänen des Architekten Adalbert Constantin Swoboda erbaut. Es war zentraler Teil des Zentralviehmarkts St. Marx. Das rund 220 Meter lange Industriebauwerk gilt als architektonisches Juwel. Besonders die dreischiffige Dachkonstruktion aus Schmiedeeisen macht es schützenswert.





Schlagwörter

Brand, St. Marx, Landstraße

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-09-10 15:21:29
Letzte ńnderung am 2017-09-11 12:37:44




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