• vom 03.10.2017, 17:17 Uhr

Stadtleben

Update: 04.10.2017, 07:47 Uhr

Vor Gericht

Ein Schuldspruch, eine Unklarheit




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"Kein Vergleich mit Köln"
Für mediales Aufsehen sorgten allerdings Übergriffe in der vergangenen Silvesternacht in Innsbruck. 18 Frauen gaben an, angetanzt und sexuell belästigt worden zu sein. "Die sexuellen Belästigungen und Übergriffe wurden im Wesentlichen von der gleichen Gruppe im Zuge des Tanzes begangen", sagt der Innsbrucker Stadtkommandant Martin Kirchler. Mit den Ereignissen in Köln könne man jene in Innsbruck nicht vergleichen. "Ein strukturiertes Antanzen, um sich den Opfern sexuell zu näheren, sie abzulenken und zu isolieren: Das ist nicht passiert."

Wissenschaftliche Untersuchung zum "Antanzen" gebe es in Österreich nicht, sagt Katharina Beclin, Professorin am Institut für Strafrecht und Kriminologie an der Universität Wien. Ein großes Problem sei in diesem Zusammenhang aber Alkohol. "Überall dort, wo in großen Mengen Alkohol konsumiert wird, sind die Menschen enthemmt. Bei manchen ist es nur peinlich, bei manchen überschreitet es die strafrechtliche Grenze. Dann handelt es sich um krasse Übergriffe, die traumatisierend seien können." Beclin kritisiert zudem, dass über solche Vorfälle öffentlich wesentlich mehr als etwa über häusliche sexuelle Gewalt, die sich über Jahre hinweg erstrecke, diskutiert werden. "Da gibt es eine Schieflage", sagt Beclin.

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Dokument erstellt am 2017-10-03 17:21:06
Letzte Änderung am 2017-10-04 07:47:52




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