• vom 30.12.2017, 10:30 Uhr

Stadtleben


Silvester

Adieu, 2017




  • Artikel
  • Lesenswert (4)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Arian Faal

  • Mehr als 600.000 Menschen feiern unter strengen Sicherheitsmaßnahmen am 28. Silvesterpfad den Ausklang des Jahres.



Wien. Wenige Stunden dauert es noch, dann heißt es ‚Adieu, 2017!‘. Vorher lassen es die Wiener und die Touristen aber am 28. Silvesterpfad noch einmal richtig krachen. Auf elf Standorten in der Wiener Innenstadt, im Prater und in der Seestadt Aspern (siehe Grafik) werden bei einem der größten kostenlosen Freiluftevents Europas zum Jahreswechsel mehr als 600.000 Menschen erwartet. Den Höhepunkt bildet das traditionelle Feuerwerk beim Rathaus um Mitternacht.

Sicherheitskonzept nachgeschärft
Einen großen Unterschied gibt es aber in Zeiten der Terrorgefahr im Vergleich zum Jahresabschluss 2016: Das Sicherheitskonzept wurde nachgeschärft, die Maßnahmen wurden verstärkt. Denn das Event stellt jedes Jahr aufs Neue eine Herausforderung für die Sicherheitskräfte dar. Eine konkrete Warnung liegt zwar nicht vor, doch allein die Vielzahl der Besucher erfordere ein detailliertes solches Konzept, so Polizeisprecher Harald Sörös im Gespräch mit der "Wiener Zeitung". Dieses besteht heuer unter anderem aus 250 Exekutivbeamten für den Silvesterpfad und weiteren hunderten Securitys. "Außerdem stehen 20 zusätzliche Fünfergruppen der Polizei im Bereitschaftsdienst. Verstärkt unterwegs sind auch die Wega, die Polizeidiensthundeeinheit, das Landeskriminalamt, und die Cobra ist ebenfalls einsatzbereit", ergänzt Sörös.


Die Polizisten werden zum Teil auch in Zivil vor Ort sein, um Delikte wie sexuelle Belästigung - Stichwort "Antanzen" - oder Diebstahl zu unterbinden. Dazu sind Einsatzkräfte des Landeskriminalamts aktiv. Mehrere Kameras sind zudem quer über den Veranstaltungsort verteilt. In der kombinierten Einsatzzentrale Am Hof, wo die Mitarbeiter der Blaulichtorganisationen und der Veranstalter gemeinsam vor Ort sind, werden die Kameraaufnahmen dann von Polizeibeamten zwölf Stunden lang ununterbrochen live gescreent. Entsteht beim Sichten ein Tatverdacht, dann kann das Geschehen aufgezeichnet werden, erläutert der Polizeisprecher.

Auch den Veranstaltern ist das Thema Sicherheit ein großes Anliegen: "Das Sicherheitskonzept ist auf einem sehr hohen Niveau", sagt Gerlinde Riedl, Geschäftsführerin des Stadt Wien Marketing, das den Silvesterpfad organisiert. Schließlich könne man bereits auf knapp drei Jahrzehnte Erfahrung zurückblicken. Die Maßnahmen würden von Jahr zu Jahr angepasst und modernisiert.

Fixe Absperrungen wird es keine geben, da es sich nicht um ein abgegrenztes Veranstaltungsgelände handelt und Betonpoller möglicherweise Fluchtwege behindern könnten. Bei Bedarf stehen jedoch mobile Einrichtungen bereit, die flexibel eingesetzt werden können.

weiterlesen auf Seite 2 von 2




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-12-29 16:53:05
Letzte Änderung am 2017-12-29 17:23:06




Zwischennutzung

Die kreative Vorhut der Investoren

Noch dieses Wochenende hat der Weihnachtsmarkt im Stall geöffnet. - © creau Wien. Zum Glück waren es keine Schweine. Angie Schmied und Lukas Böckle stehen in dem ehemaligen Stallgebäude und schnuppern... weiter




Transition Base

Smartes Wagenvolk

Wohnraum muss nicht viel kosten: Der alte Zirkuswagen soll für kreative Zwecke genutzt werden. - © Puiu Wien. Über die Felder der im Nordosten Wiens liegenden Seestadt fegt ein eisiger Wind. Direkt neben der Satellitenstadt... weiter




Fleischerei

Ausgeblutet

Nach vier Generationen Familienbetrieb ist es mit Trünkel im April 2017 vorbei. - © Arnold Burghardt Wien. Es ist ein schwarzer Tag für die Wiener Fleischerbranche, ein weiterer. Das Gerücht, dass Trünkel die neun der ursprünglich 25 Filialen im April... weiter





Wiener Prater

Die Erben der Zaubermeister

Franz Steidlers Bauchrednerpuppe steht jetzt im Circus- und Clownmuseum. - © Circusmuseum Wien. "Sebastian von Schwanenfeld, Basilio Calafati und Anton Kratky-Baschik: Das sind drei legendäre Zaubererkünstler... weiter




Prater

Erstes Kino als Kunstform

- © Kadotheum Wien Wien. "Karl Juhasz war das Gegenteil vom Hutschenschleuderer Liliom", meint Robert Kaldy-Karo, der Direktor des Wiener Circus- und Clownmuseums... weiter




250 Jahre Wiener Prater

Mit Courage und Löwenherz

- © Clownmuseum Wien. "1966 gab es im Prater mehrere Gründe zum Feiern", erzählt Robert Kaldy-Karo, der Direktor des Wiener Circus- und Clownmuseums, 50 Jahre später... weiter






Werbung


Werbung