• vom 03.01.2018, 19:46 Uhr

Stadtleben


Immobilien

Wenig Angebot, hohe Nachfrage




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  • Immobilienpreise in Wien sollen laut Remax-Prognose stark steigen. Baugrund ist besonders begehrt.



Wien. (dab) Die Immobilienpreise werden in Wien auch 2018 deutlich über der Inflationsrate steigen, insbesondere im günstigsten Segment. Die Kaufpreise werden stärker als die Mietpreise anziehen, besonders gefragt sind Baugrundstücke und gute Lagen, so die Einschätzung von Remax. Das Immobilienmaklerunternehmen hat am Mittwoch seine Prognose für den Immobilienmarkt 2018 präsentiert.

Für Wien wird ein sattes Nachfrage-Plus von 5,1 Prozent erwartet, während das Angebot lediglich um 1,7 Prozent steigt. Diese deutliche Divergenz von Angebot und Nachfrage ist laut dem Unternehmen in der Bundeshauptstadt auch für den starken Preisanstieg von 5,1 Prozent mitverantwortlich. Österreichweit wird von einer geringeren Preiserhöhung von 4,5 Prozent ausgegangen. Den größten Anstieg soll es mit sechs Prozent in der Steiermark geben, gefolgt von Kärnten mit 5,2 Prozent. Zum Vergleich: Die Oesterreichische Nationalbank prognostiziert für 2018 eine Inflationsrate von 1,7 Prozent.


Hohe Anstiege
Besonders begehrt sind laut Remax Baugrundstücke: Bundesweit werden sie 2018 um 6,3 Prozent im Wert steigen, in Wien sollen es sogar 7,5 Prozent sein. Auch für Eigentumswohnungen wird in der Bundeshauptstadt ein ordentlicher Preisanstieg prophezeit. In Top-Lagen und zentralen Lagen - dazu zählen die Gegend innerhalb des Gürtels, die Innere Stadt, Hietzing, Währing, Döbling - sollen sie um 6,7 Prozent teurer werden. In weniger zentralen Lagen und am Wiener Stadtrand wird ein Preisanstieg von 3,4 Prozent prognostiziert.

Neu vermietbare Wohnungen mit freier Mietzinsbildung bringen 2018 5,7 Prozent mehr ein. Deutliche Wertzuwächse sind auch bei Einfamilienhäusern (plus 5,2 Prozent) und Zinshäusern (plus vier Prozent) zu verzeichnen. Am Wiener Stadtrand und in weniger zentralen Lagen werden weniger dramatische Preisentwicklungen vorhergesehen: Dort sollen frei zu vereinbarende Mieten um moderate 1,7 Prozent steigen.

Keine Entspannung erwartet
"Eine sozialpolitische Entspannung bezüglich der Eigentumswohnungspreise im Einstiegssegment ist demzufolge nicht zu erwarten", folgerte daraus Anton E. Nenning, Managing Director bei Remax Austria. Die Einschätzung, dass Eigentumswohnungen kaum noch leistbar sind, relativierte jedoch Remax-Geschäftsführer Bernhard Reikersdorfer am Mittwoch bei der Präsentation der Prognose.

Ein Viertel aller Wohnungen, die bundesweit im Vorjahr verkauft wurden, kosteten weniger als 120.000 Euro, in Wien waren es 140.000 Euro, rechnete er vor.

Die Daten beruhen auf den Angaben im Grundbuch. Sollten Käufer und Verkäufer daher zur Reduktion der Steuer- und Abgabenlast einen Teilbetrag des Kaufpreises "schwarz" verrechnen, was laut Branchenbeobachtern vorkommen soll, scheint dieser Betrag naturgemäß nicht im Grundbuch auf. Während die Preise in Wien und anderen Städten steigen, herrscht nach der Einschätzung von Remax am Land und im Gewerbebereich vielfach Stagnation.

Das zeigt sich bei den Wohnungsmieten. In Zentrumslagen wird ein Plus von 3,7 Prozent vorgesehen, während bei den Landgemeinden ein Minus von 0,7 Prozent prognostiziert wird. Zu den weiteren Verlierern gehören bundesweit auch Geschäftslokale (minus 2,1 Prozent), Büroflächen (minus 1,7 Prozent und Betriebsgebäude (minus 1,2 Prozent). Eine Stagnation verzeichnen Land- und Forstwirtschaft sowie Eigentumswohnungen in Landgemeinden.




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Dokument erstellt am 2018-01-03 17:56:06




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