• vom 06.04.2012, 16:11 Uhr

Stadtleben

Update: 06.04.2012, 16:59 Uhr
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Zu Spitzenzeiten besuchen bis zu 60.000 Menschen pro Woche einen von 17 Märkten in Wien

Ein neuer Frühling für die Märkte



"Ein bisschen wie Urlaub" ist die Stimmung, die so viele Menschen auf die Wiener Märkte lockt.

"Ein bisschen wie Urlaub" ist die Stimmung, die so viele Menschen auf die Wiener Märkte lockt. "Ein bisschen wie Urlaub" ist die Stimmung, die so viele Menschen auf die Wiener Märkte lockt.

Den Besuchern gefällt’s: "Wir gehen da einmal durch, kaufen ein, dann gehen wir essen - und dann gehen wir nochmal durch und kaufen nochnmal ein. Das ist das Schöne an den Märkten", erklären Ivonne und Marion, beide 28 Jahre alt, bei einem Einkaufsbummel am Naschmarkt.

"Besser als Neonlicht"
"Bei Merkur, Billa, Hofer geht man rein, arbeitet seine Einkaufsliste ab und ist gleich wieder draußen. Das ist am Markt nicht der Fall - hier ist es ein bisschen wie Urlaub und genau das macht den Reiz aus", sagt wiederum der 30-jährige Walter am Brunnenmarkt. Auch die 54-jährige Anita schätzt die Wiener Märkte nicht nur wegen der frischen Ware: "Ich gehe nach dem Einkaufen immer auf einen Kaffee und beobachte die Leute. Das ist viel entspannender als Neonlicht und Kaufhausmusik."

So ist laut Hengl zum Beispiel der Schanigarten am Floridsdorfer Markt mit seinen sogenannten "Lümmel-Fauteuils" ein voller Erfolg. "Die jungen Menschen treffen sich dort, chillen eine Runde und gehen dann einkaufen, bevor sie nach Hause gehen." Auch der Naschmarkt "boomt" nur wegen seiner gut funktionierenden Gastro-Meile, ist Hengl überzeugt. Aus genau demselben Grund mache sich auch niemand um den Karmelitermarkt Sorgen - "obwohl der angesichts seiner relativ geringen Besucherzahl viel besser gehen könnte". Aber die jungen Menschen dürften gerade dort viel Geld ausgeben.

Auf dem ersten Platz der Besucherfrequenz rangieren im Übrigen der Naschmarkt und der Brunnenmarkt mit 58.000 Besuchern pro Woche ex aequo auf Platz eins - gefolgt vom Rochusmarkt mit 32.000 und dem Meiselmarkt mit 27.800 Besuchern. Diese Zahlen beziehen sich auf 2011. Ein Jahr davor zählte der Naschmarkt im April sogar 60.600 Besucher - und 2009, war der Brunnenmarkt mit 59.000 Besuchern noch Spitzenreiter.

Markt ohne Krise
Die Krise dürfte also spurlos am Markttreiben vorübergegangen sein, obwohl doch nicht selten dort die hohen Preise beklagt werden. "Tatsächlich kommen die Märkte preislich nicht mit den Supermärkten mit. Aber auf den Märkten bekommt man kein eingeschweißtes Packerl Fleisch, sondern da wird das Stück frisch heruntergeschnitten und man bekommt obendrein noch eine gute Beratung", betont Hengl. Und es sei die Atmosphäre, das gute Flair, das einem solchen Markttreiben innewohnt und es für sein Publikum unwiderstehlich macht.

Unterstützt wird das von der Stadt Wien im Übrigen auch durch ein großes Sanierungsprogramm. Insgesamt werden dafür 23,3 Millionen Euro investiert - und es fehlen nur noch zwei Märkte: Der Vorgartenmarkt wird gerade saniert und soll noch heuer fertig werden. Am Naschmarkt beginnen die Bauarbeiten auf dem Abschnitt der Stände 501 bis 509 im Mai und dauern zwei Monate, dann geht es in Richtung Schleifmühlgassenbrücke weiter. Im Herbst 2015 soll dann der ganze Naschmarkt - als letzter Wiener Markt - fertig sein.




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Wiener Märkte

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-06 16:17:05
Letzte Änderung am 2012-04-06 16:59:38


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