• vom 24.07.2012, 14:56 Uhr

Stadtleben

Update: 24.07.2012, 15:19 Uhr

Wien

Wenn Kleidungsstücke Geschichten erzählen




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Von Sabrina Wegerer

  • Second-Hand als nachhaltige Alternative
  • Lokalaugenschein am Modeblogger-Flohmarkt.

Wien. "Nein, nein, nein, nein, nein", - hektisch wird ein Kleiderhaken nach dem anderen weitergeschoben und die sich darauf befindende Kleidung blitzschnell für passend erklärt – oder eben nicht. Am Flohmarkt und in der Mode ist Schnelligkeit ja bekanntlich alles. "Nein, nein,… JA!", ein kurzes, dunkelblaues Kleid mit weißen Punkten wird von der Stange genommen. "So ein ähnliches habe ich vor ein paar Tagen in einem Schaufenster gesehen - um 40 Euro", sagt Sophia freudestrahlend. Größe passt, Preis passt und so schnell wie sie das Kleid in ihre Tasche steckt, ist sie auch schon beim nächsten Stand.

Nachhaltigkeit und Mode
Die Arena 21 und die Ovalhalle im Museumsquartier sind gut besucht. Mit nur einem Blick lässt sich erahnen, dass der Modebloggerflohmarkt ein Erfolg werden wird. Bereits drei Stunden nach Marktanfang, scheinen die ersten Stände fast leer gekauft. Auch Maria Ratzinger, die Organisatorin des Flohmarktes und Betreiberin des Modeblogs "stylekingdom", ist von dem Andrang begeistert. Obwohl es der erste Flohmarkt ist, den sie organisiert, hat sie es zusammen mit anderen Blogger geschafft die Modeherzen höher schlagen zu lassen.

Im Rahmen des "Summer of Fashion"-Programms rollte das Museumsquartier nach der "Biorama Fair Fair", eine Messe für Biomode, nun  mit dem Modebloggerflohmarkt ein weiteres Mal das Thema Nachhaltigkeit in der  Mode auf. Das zwar nicht neue, aber immer aktuellere Thema scheint auf den ersten Blick ein klassisches Oxymoron zu bilden. In einem so kurzlebigen Geschäft nachhaltig arbeiten zu wollen, wirkt für Themeneinsteiger wie ein Ding der Unmöglichkeit. Dass dies aber nicht so ist, zeigen die vielen verschiedenen Ansätze bei nachhaltiger Mode.

Bitte, Bio!
Streng betrachtet ist Mode erst dann nachhaltig, wenn während möglichst der ganzen Produktion soziale, ökologische und ökonomische Kriterien beachtet werden. Also darf das Produktionsverfahren weder Umwelt noch Arbeiter schaden, Arbeitsbedingungen, sowie die Löhne müssen fair sein und die Materialien müssen umweltfreundlich produziert worden sein. Dadurch steigt klarerweise der Preis für nachhaltige Mode. Auch das Recycling von Material oder das "Upcycling", also der Einsatz von gebrauchten Kleidungsstücken um neue zu produzieren, sind gängige Strategien um Nachhaltigkeit in der Mode sicher zu stellen. Obwohl sich viele Blogger der Wichtigkeit des Themas durchaus bewusst sind, wird Nachhaltigkeit nur sehr wenig in ihren Blogs behandelt. Mike, Betreiber des Blogs "mikeyork", der sich hauptsächlich auf internationale Männermode spezialisiert hat, erklärt: "Nachhaltige Mode und Biomode sind erst in den vergangenen Jahren in der Frauenmodewelt angekommen. Für Männermode gibt es derzeit nichts bis sehr wenig." Aber auch weibliche Blogger haben das Thema noch nicht für sich entdeckt, obwohl es laut Mike durchaus etwas zu berichten gäbe. Wünschenswert wäre es, wenn sich dies bald ändern würde.

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Dokument erstellt am 2012-07-24 14:16:38
Letzte ńnderung am 2012-07-24 15:19:15




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