• vom 04.05.2012, 17:03 Uhr

Stadtpolitik

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Veranstaltung als Startschuss für eine groß angelegte Unterschriftenaktion

Stadtfest gegen Parkpickerl



  • Wiener ÖVP will ihr Fest politisch nutzen und Volksbefragung initiieren.

Wo 2010 noch Louie Austen für das Stadtfest am Hof sang, findet heute, Samstag, das Bierfest statt. - © APA/GEORG HOCHMUTH

Wo 2010 noch Louie Austen für das Stadtfest am Hof sang, findet heute, Samstag, das Bierfest statt. © APA/GEORG HOCHMUTH

Wien. (rös) Weil sie statt 700.000 Euro nur 350.000 Euro von der Stadt bekommen hat, muss die Wiener ÖVP das Programm ihres traditionellen Stadtfestes ebenfalls halbieren: Die 29. Ausgabe des Events findet ausschließlich heute, Samstag, statt und konzentriert sich diesmal nur auf Helden- und Michaelerplatz.

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Um diesen einen Tag so optimal wie möglich zu nutzen, will Parteichef Manfred Juraczka gleich Unterschriften für eine Volksbefragung sammeln - eine Volksbefragung, um die Ausweitung des Parkpickerls ab 1. Oktober zu verhindern.

Um eine Volksbefragung beantragen zu können, sind 57.266 Unterschriften nötig. Im Vorjahr waren etwa 450.000 Besucher bei dem dreitägigen Freiluft-Spektakel unterwegs. Demnach könnte die Wiener ÖVP am Samstag auf rund 150.000 potenzielle Unterstützer hoffen. Auf jeden Fall aber will sie bis zum Sommer die entsprechende Anzahl erreichen.

Als Schlachtruf hat Juraczka "Wien soll Währing werden!" gewählt, wie er am Freitag via Aussendung bekanntgab. In Währing hatte der ÖVP-Bezirkschef Karl Homole eine Anrainerbefragung zum Thema Parkpickerl abhalten lassen, die Mehrheit sprach sich gegen die Einführung aus. Diesem Beispiel folgend, will die Volkspartei nun mit Hilfe der Bürger auch die bereits in den Bezirksparlamenten beschlossene Einführung in Meidling, Penzing, Rudolfsheim-Fünfhaus, Ottakring und Hernals verhindern.

Für die Beantragung der Parkpickerl-Volksbefragung muss im Übrigen auch die Fragestellung vom Magistrat abgesegnet werden. Im konkreten Fall soll diese lauten: "Sollen in Wien weitere Kurzparkzonengebiete (bezirksweise oder in Bezirksteilen) eingeführt werden?" Außerdem darf laut Stadtverfassung eigentlich nicht über Tarife abgestimmt werden. Trotzdem geht die Volkspartei davon aus, dass die Sache rechtlich hält.

Sollte es tatsächlich zu einer Volksbefragung kommen und die Mehrheit gegen eine Pickerlausweitung sein, ist allerdings noch immer nichts entschieden. Denn die Ergebnisse sind im Gegensatz zu Volksabstimmungen für die Politik nicht bindend - genauso wenig wie die Unterschrift eine Voraussetzung für die Teilnahme am Stadtfest ist. So können sich die Wiener bei freiem Eintritt auf Rainhard Fendrich und die Song-Contest-Teilnehmer Trackshittaz am Heldenplatz freuen. Tagsüber kann man sich dort sportlich betätigen. Auf einer Sportbühne werden rhythmische Gymnastik und Jazzdance vorgeführt. Hungrige Gäste können sich in der Genusszone an kulinarischen Schmankerln aus Österreich laben - so wie auch am Michaelerplatz. Die "Bühne" am Hof muss das Stadtfest dem Wiener Bierfest überlassen - das insgesamt drei Tage lang dauert.

Hörspiele und Lesungen
Der Literatur und Kunst widmen sich Veranstaltungen im Schweizerhof. Hier stehen Hörspiele und Lesungen am Programm. Kinder können sich im Inneren Burghof austoben. Am Nachmittag und am frühen Abend gibt es außerdem eine Darbietung aus dem Programm "Disneys Junge Bühne" mit Melodien aus "Aladdin jr." und "Alice im Wunderland jr."




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Dokument erstellt am 2012-05-04 17:08:10


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