• vom 15.11.2013, 18:11 Uhr

Stadtpolitik

Update: 15.11.2013, 18:28 Uhr

Renate Brauner

Wien bekommt jährlich Eisenstadt dazu




  • Artikel
  • Lesenswert (6)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Christian Rösner

  • Finanzstadträtin Brauner reagiert auf Oppositionskritik zum Budget.

Wien. Bereits eine Woche vor der Budgetdebatte im Gemeinderat tobt ein heftiger Schlagabtausch zwischen der Stadtregierung und der Opposition. Während die Wiener FPÖ bei ihrer Klubklausur kritisierte, dass die Stadtregierung den Schuldenstand seit 2007 fast vervierfacht hat und befürchtet, dass "unsere schöne Stadt gegen die Wand gefahren wird", rechtfertigt Finanzstadträtin Renate Brauner (SPÖ) ihre Budgetpolitik einmal mehr mit den wirtschaftsfördernden Maßnahmen in der Krise und mit den Herausforderungen, die eine stark wachsende Stadt mit sich bringe.


Immerhin sei Wien zwischen 2000 und 2013 um durchschnittlich 176.000 Menschen im Jahr gewachsen. Pro Jahr würde Wien also in der Größe von Eisenstadt wachsen, erklärt dazu Klemens Himpele, von der MA 23 (Wirtschaft, Arbeit und Statistik). Bis zum Jahr 2033 werde Wien gar die Zwei-Millionen-Grenze überschreiten - nach Himpeles Berechnung ein Zuwachs von ganz Bratislava seit dem Jahr 2000. Er beruft sich dabei auf Zahlen der Statistik Austria.

Vor diesem Hintergrund würden auch die Budgets erstellt werden - und zwar mit den Schwerpunkten Infrastruktur, Wohnen, Bildung und Qualifikation sowie Gesundheit und Soziales, betont Brauner. Allein im Bereich der Kinderbetreuung seien die Mittel verdoppelt worden, mit dem Bau des Krankenhauses Nord reagiere man etwa auf den Bevölkerungszuwachs jenseits der Donau, erklärt Finanzdirektor Dietmar Griebler.

Streit um 600 Millionen Einsparung bei Gesundheit
Um so erstaunlicher sei für Brauner die jüngst von der Wiener ÖVP präsentierte Studie, wonach Wien rund 600 Millionen Euro pro Jahr allein im Gesundheits- und Pflegebereich ohne Leistungseinschränkungen einsparen könnte - die "Wiener Zeitung" hat berichtet.

"1,9 Milliarden Euro werden 2014 in diesen Bereich investiert. Jetzt nehme ich 600 Millionen Euro davon weg und niemand soll etwas davon merken?" Die Stadt wachse, die Gruppe der Generation 60plus werde bis 2031 um 32 Prozent zulegen - "und jeder, der behauptet, er kann in Zukunft im Bereich der Gesundheit weniger Geld ausgeben, spricht entweder die Unwahrheit oder hat keine Ahnung, was er sagt", meint Brauner.




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2013-11-15 17:14:05
Letzte Änderung am 2013-11-15 18:28:50



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Und sie läuft und läuft . . .
  2. Honzo, der Proto-Österreicher
  3. Grüne Wirtschaftskrise
  4. Barbara Novak ist neue Landesparteisekretärin
  5. Beschwingte Bauweise an der Bezirksgrenze
Meistkommentiert
  1. Grüne Wirtschaftskrise
  2. "Politik ist auf Desintegration ausgerichtet"
  3. Lauer Sekt, heiterer Präsident
  4. Ludwig tritt am 24. Mai die Nachfolge von Häupl an
  5. Forum gegen Antisemitismus beklagt Allzeithoch

Werbung



Siemensgebäude

Der Investor und das Kreta-Viertel

In den tristen Betonbauten findet Zwischennutzung im großen Stil statt. - © Phillipp Hutter Wien. Am Rande von Kreta steht ein Zaun. Er soll nicht Flüchtlinge davon abhalten, Griechenland zu betreten. Er soll Wiener davon abhalten... weiter




Zwischennutzung

Die Hegemonie über die Zwischenwelt

Ein Gelände, zwei Welten: Auf der einen Seite ein geförderter Zwischennutzungs-Hub bei der Karl-Farkas-Gasse in Neu Marx . . . Wien. Es gibt Entwürfe, die in der Schublade verschwinden. Andere, die realisiert werden. Und dann gibt es jene Entwürfe... weiter





Werbung


Ottakring

Spekulationen um "a guade Adress’"

Der Grund des "Heurigen Binder" am Gallitzinberg wird verkauft. - © Shukoor Wien. Bodenständige Küche und ein herrlicher Blick über Wien: Sie zeichneten den Heurigen "Zum Binder" am Gallitzinberg in Ottakring aus... weiter




Stadtentwicklung

Zu hoch geplant

Wien. Nun lehnte auch der Bezirk die Bebauungspläne ab. Einstimmig votierten die Alsergrunder Parteien gegen den vorgeschlagenen Flächenwidmungsplan... weiter





Athen

Gründen gegen die Wirtschaftskrise

Athen. 42 Jahre nach dem Ende der Militärdiktatur ist Athen wieder auf dem Boden gelandet. Schlechte Jobchancen, zusammengekürzte Sozialleistungen und... weiter




Teheran

Irans Nerds

Über den Dächern Teherans eifern junge Männer und Frauen ihrem Idol Steve Jobs nach. - © Solmaz Khorsand Teheran. Lang und breit könnte Nasser Ghanemzadeh über sein Leid klagen. Darüber, wie quälend das Leben in einer Islamischen Republik ist... weiter






Werbung


Werbung