• vom 31.01.2014, 17:14 Uhr

Stadtpolitik


Petitionsausschuss

Petitionen für mündigere Bürger




  • Artikel
  • Kommentare (4)
  • Lesenswert (1)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Barbara Sorge

  • Neue Vorsitzende des Petitionsausschusses, Sonja Ramskogler, nahm erstmals Petition persönlich entgegen
  • 48. Petition dreht sich um Schutz des "Kultur- und Erholungsparks Augarten".

Die Augarten-Petition wurde von den Petitionswerbern (vorne rechts: Jutta Matysek) persönlich ins Rathaus gebracht und Sonja Ramskogler (vorne Mitte) überreicht.

Die Augarten-Petition wurde von den Petitionswerbern (vorne rechts: Jutta Matysek) persönlich ins Rathaus gebracht und Sonja Ramskogler (vorne Mitte) überreicht.© SPÖ-Rathausklub Die Augarten-Petition wurde von den Petitionswerbern (vorne rechts: Jutta Matysek) persönlich ins Rathaus gebracht und Sonja Ramskogler (vorne Mitte) überreicht.© SPÖ-Rathausklub

Wien. Das mit den Petitionen ist noch eine relativ neue Sache in Wien. Seit 20. März 2013 gibt es den Petitionsausschuss, und immer wieder gibt es leichte Adaptionen im Umgang mit den Einbringern der Petitionen. Mitte Dezember konnten erstmals Petitionswerber im Petitionsausschuss ihr Anliegen vorbringen. Und am Freitag nahm die neue Vorsitzende des Petitionsausschusses, Sonja Ramskogler, erstmals eine Petition persönlich entgegen. Ramskogler übernahm den Vorsitz des Petitionsausschusses im Dezember, nachdem ihr Vorgänger in dieser Funktion, Harald Troch, in den Nationalrat gewechselt war. Die persönliche Einbringung sei ein Angebot an die Petitionswerber, kein Muss, nicht jeder wolle das, so Ramskogler zur "Wiener Zeitung".

Werbung

Augarten als Mischthema
Der Verein der Freunde des Augartens nahm das Angebot wahr und brachte mehr als 700 Unterschriften, die die Mitglieder für ihre Petition bereits gesammelt hatten, persönlich und geheftet ins Rathaus. Dass es nicht möglich war, die Unterstützungserklärungen auf der Online-Plattform des Petitionsausschusses abzugeben, war gleich der erste Kritikpunkt, den die Petitionswerber an dieser Stelle anbrachten. Es sei gerade von der "jüngeren Generation" in Mails immer wieder bemängelt worden, dass man die Unterschrift nur persönlich abgeben könne, erzählte eine Vertreterin des Vereins. Das Problem - so die Erklärung seitens des Petitionsausschusses - sei, dass der Inhalt der Petition, so wie auch der Augarten selbst, kein reines Wien-Thema sei, sondern einige Punkte auch den Bund betreffen.

Ohne der Prüfung durch den Magistrat vorzugreifen, heißt es, dass der erste Punkt durch den Bezug auf die Bauordnung mehr in den Kompetenzbereich der Stadt falle. Die anderen Punkte betreffen eher die Eigentümerkompetenz und damit den Bund.

Öffnung gefordert
Mit der Petition will der Verein der Freunde des Augartens auch dieses Mittel einsetzen, um weitere Privatisierungen im Augarten zu verhindern und einer weiteren Verbauung oder Flächenversiegelung des Gebiets Einhalt zu gebieten. Die Petition "ist eine Methode, wie wir uns erhoffen, die Stadt Wien zum Handeln zu zwingen", erklärt Jutta Matysek, die Obfrau des Vereins. Immerhin sollte es seit fünf Jahren eine Durchwegung des Augartenspitzes geben und somit eine Möglichkeit für die Bevölkerung, vom Augartenspitz in den Hauptteil des Augartens zu gelangen. Das sei bis heute nicht umgesetzt worden. "Was wir uns erwarten, ist eine Öffnung der gesperrten Teile des Augartens", führt Matysek aus. Dabei geht es um das klassizistische Umlaufparterre und den Englischen Landschaftsgarten.

weiterlesen auf Seite 2 von 2




4 Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2014-01-31 17:17:05



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Muss Vassilakou gehen?
  2. Wien macht 376 Millionen Euro neue Schulden
  3. Plötzlich wieder arbeitsfähig
  4. Das Alte mit dem Neuen verbinden
  5. Die letzten Prater-Könige
Meistkommentiert
  1. Grüne setzen nun doch auf Stromantrieb
  2. Plötzlich wieder arbeitsfähig
  3. Bei Wahlen ist Stadt-Land kein Spiel
  4. Der gelebte Shitstorm
  5. Richtig ankommen

Werbung



Siemensgebäude

Der Investor und das Kreta-Viertel

In den tristen Betonbauten findet Zwischennutzung im großen Stil statt. - © Phillipp Hutter Wien. Am Rande von Kreta steht ein Zaun. Er soll nicht Flüchtlinge davon abhalten, Griechenland zu betreten. Er soll Wiener davon abhalten... weiter




Zwischennutzung

Die Hegemonie über die Zwischenwelt

Ein Gelände, zwei Welten: Auf der einen Seite ein geförderter Zwischennutzungs-Hub bei der Karl-Farkas-Gasse in Neu Marx . . . Wien. Es gibt Entwürfe, die in der Schublade verschwinden. Andere, die realisiert werden. Und dann gibt es jene Entwürfe... weiter





Werbung


Transition Base

Smartes Wagenvolk

Wohnraum muss nicht viel kosten: Der alte Zirkuswagen soll für kreative Zwecke genutzt werden. - © Puiu Wien. Über die Felder der im Nordosten Wiens liegenden Seestadt fegt ein eisiger Wind. Direkt neben der Satellitenstadt... weiter




Stadtentwicklung

Breitenseer Mauerfall

20161115Wien1 - © Driendl Architects Wien. Die Ziegelmauer ist wie ein Bollwerk. Auf einer Länge von einem halben Kilometer trennt sie den Stadtteil Breitensee vom übrigen Bezirk Penzing... weiter





Athen

Gründen gegen die Wirtschaftskrise

Athen. 42 Jahre nach dem Ende der Militärdiktatur ist Athen wieder auf dem Boden gelandet. Schlechte Jobchancen, zusammengekürzte Sozialleistungen und... weiter




Teheran

Irans Nerds

Über den Dächern Teherans eifern junge Männer und Frauen ihrem Idol Steve Jobs nach. - © Solmaz Khorsand Teheran. Lang und breit könnte Nasser Ghanemzadeh über sein Leid klagen. Darüber, wie quälend das Leben in einer Islamischen Republik ist... weiter





Innere Stadt

Noch kein Fort Knox

Älteste Kirche von Wien, die Ruprechtskirche, Schwedenplatz, Kohlmarkt, Dirndln auf der Kärntner Straße, Vivienne-Westwood-Shop in der Tuchlauben v.l.n.r. - © Ina Weber Wien. Ist man kein Anzugträger und wohnt dennoch im 1. Bezirk, kommt die Antwort auf die Frage nach dem Wohnort fast einem Geständnis gleich... weiter






Werbung


Werbung