• vom 13.01.2015, 17:15 Uhr

Stadtpolitik

Update: 14.01.2015, 11:23 Uhr

Sandra Frauenberger

Kreativ sein gegen Rassismus




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  • Wien startet Plakatwettbewerb für Zivilcourage und gegen Rassismus.

Das Siegersujet wird als Plakat veröffentlicht und im öffentlichen Raum affichiert. - © Fotolia

Das Siegersujet wird als Plakat veröffentlicht und im öffentlichen Raum affichiert. © Fotolia

Wien. Auf Initiative von Stadträtin Sandra Frauenberger suchen das "Bündnis für Menschenrechte und Zivilcourage, gegen Diskriminierung und Extremismus" und die MA 17 (Integration & Diversität) bis 11. Februar Plakatentwürfe, die Botschaften gegen Rassismus und Ausgrenzung vermitteln und zu mehr Respekt und Zivilcourage aufrufen. Am 21. März (Welttag gegen Rassismus), werden die drei besten Einreichungen präsentiert. Das Siegersujet wird als Plakat veröffentlicht.

Ziel ist es laut Stadträtin, Antirassismus und Zivilcourage zu thematisieren und die Sensibilität für das Thema insgesamt zu erhöhen. Für Frauenberger gerade jetzt ein Gebot der Stunde: "Als Menschenrechtsstadt tritt Wien gegen jede Form der Diskriminierung auf. Der Einsatz für Respekt und Vielfalt, die klare Positionierung gegen Rassismus, Hass und Ausgrenzung sind wesentliche Teile dieses Bekenntnisses."

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Gesucht werden positive Sujets, die das Gemeinsame und Verbindende in den Vordergrund stellen. Der Inhalt soll sich nicht plakativ gegen Personen oder eine Sache richten, sondern Zivilcourage, Respekt und Demokratiebewusstsein stärken, um so Rassismus, Intoleranz, Ausgrenzung und Diskriminierung entgegen zu wirken. Nicht gesucht sind Darstellungen von Gewalt oder Opferhaltungen. Eingeladen sind Grafiker, Künstler, Agenturen, Kreative aller Richtungen, Studenten, Schüler - alle, die eine gute Idee haben und diese auch umsetzen können.

3000 Euro für Siegerplakat
Aus allen Einreichungen wird durch eine Jury eine Auswahl der besten Entwürfe vorgenommen und online veröffentlicht. Ab Mitte Februar kann in einem Publikumsvoting abgestimmt werden. Der Entwurf mit den meisten Votings wird als Siegerprojekt gekürt. Die prämierten Arbeiten werden schließlich am 21. März, der Öffentlichkeit präsentiert. Das Siegersujet wird von der Stadt Wien um 3000 Euro gekauft. Gleichzeitig startet eine stadtweite Kampagne im öffentlichen Raum.

Die Plakate sollen dann im Rahmen der Kampagne "als Spiegel gesellschaftlicher Zustände und des Zusammenlebens in unserer Stadt Aufmerksamkeit generieren, Interesse wecken, sich mit den Inhalten weiter zu beschäftigen, im Idealfall zu einer Identifikation der RezipientInnen und zu einem aktiven Handeln für Antidiskriminierung führen", erklärt Hikmet Kayahan vom Bündnis für Menschenrechte und Zivilcourage. Für das Medium Plakat habe man sich im Übrigen deshalb entschieden, "weil sein Platz im öffentlichen Raum ist". Gemeint seien damit auch Klassenzimmer, Büros, Geschäfte und Lokale.




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Dokument erstellt am 2015-01-13 17:20:06
Letzte ─nderung am 2015-01-14 11:23:04



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