• vom 10.09.2015, 22:14 Uhr

Stadtpolitik

Update: 10.09.2015, 22:35 Uhr

Wahlkampf

Auftakt in Rot, Schwarz und Rosa




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  • Drei Wahlkampf-Auftakte starteten am Donnerstagabend: in der Messe Wien, in der Simm-City und in den Sofiensälen.

Häupl mit Ball, Juracka mit Hoffnung und Meinl-Reisinger mit Hammer.

Häupl mit Ball, Juracka mit Hoffnung und Meinl-Reisinger mit Hammer.© apa/Schlager, Hochmuth, expa/Gruber Häupl mit Ball, Juracka mit Hoffnung und Meinl-Reisinger mit Hammer.© apa/Schlager, Hochmuth, expa/Gruber

Wien. (sand/wh/tere) Schon die jüngsten Genossen mussten am späten Donnerstagabend zur Messe Prater ausrücken. Pünktlich zum offiziellen Wahlkampfauftakt der Wiener SPÖ versorgten die Jugendlichen von den Kinderfreunden Anhängern und Sympathisanten mit roten Nelken, bevor sie sich in der Halle 1 der Messe zusammenfanden. 2500 Männer und Frauen sind gekommen um sich auf den kommenden Wahlkampf einzustimmen - und vor allem motivieren zu lassen. Herausgeputzt haben sich die Gäste. Es ist ein wichtiger Abend. Denn sie sollen eingeschworen werden auf das große Match gegen den blauen Erzfeind. Sie sollen ihren Kapitän, Bürgermeister Michael Häupl und seinen Spielmacher, den Landesparteisekretär Georg Niedermühlbichler in den nächsten vier Wochen bis zum 11. Oktober unterstützen. Es ist ein Abend der Fußballmetaphern. Wie eine Klubschiffanimateurin übt die Moderatorin mit den anwesenden Gästen vorab die Welle, animiert sie, ihr Fähnchen zu wedeln sobald "ihr" Kapitän reinkommt. Die alten und jungen Männer und Frauen machen geduldig mit. Sie wollen den Spirit spüren, sich mitreißen lassen für eine größere Sache und wenn das ein bisschen Fanakrobatik aus dem Fußballstadion bedarf, dann sei es darum. Sie sind gekommen um sich mental und emotional gegen den blauen Erzfeind zu rüsten. Und sie werden nicht enttäuscht. Sie jubeln, sobald Bundeskanzler Werner Faymann sein Bekenntnis zu einer humanen Flüchtlingspolitik einmal mehr bekräftigt. Sie jubeln, wenn Häupl einmal mehr betont, dass für ihn eine Zusammenarbeit mit HC Strache ausgeschlossen ist: "Mit Menschen, die gegen Kinder demonstrieren, die vor den Mörderbanden des IS weggelaufen sind, mit denen mache ich keine Regierungszusammenarbeit", rief Häupl. Sein Auftritt unterscheidet sich kaum von jenem vor ein paar Wochen vor Funktionären, selber Inhalt, selbe Witze und selbe Drohkulisse: "Wer am 11.Oktober der Sozialdemokratie nicht die Stimme gibt, riskiert unsere Stadt."

ÖVP: "Müssen nur wollen"
"Bim, Bus, Bahn - i brauch ewig ham." Der Schmäh der Liesinger jungen Schwarzen, deren weitläufiger Bezirk tatsächlich suboptimal an das Wiener Verkehrsnetz angeschlossen ist, sitzt, die Lacher zeigen es. Wie überhaupt die Wiener ÖVP erstaunlich gut gelaunt am Donnerstagabend in der Innenstadt, in den Sophiensälen, offiziell in den Wahlkampf startet.

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Schlagwörter

Wahlkampf, Wien

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2015-09-10 22:17:05
Letzte ─nderung am 2015-09-10 22:35:15



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