• vom 11.12.2015, 17:52 Uhr

Stadtpolitik

Update: 11.12.2015, 18:15 Uhr

Wien

Schule ums Eck als bester Tipp




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Von Alexandra Laubner

  • Jürgen Czernohorszky, der neue Wiener Stadtschulratspräsident, im Interview.


© Arnold Burghardt © Arnold Burghardt

Wien. Die Wänden in seinem Büro sind noch kahl, einen Kaffee lehnt er ab. Das wäre dann die siebente Tasse um 11 Uhr vormittags. Jürgen Czernohorszky (38), ehemaliger SP-Gemeinderat und Bundesgeschäftsführer der Kinderfreunde, wurde am Donnerstag zum amtsführenden Präsidenten des Stadtschulrates ernannt. Der studierte Soziologe ist Vater zweier Mädchen, lebt in Penzing.

"Wiener Zeitung": Die Studie von Integrationsminister Kurz über Radikalisierungenstendenzen an Wiens Kindergärten schlägt Wellen. Wie wollen Sie Radikalisierung an Schulen verhindern?

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Jürgen Czernohorszky: Zum Glück brauchen wir keine 16-seitige Studie, wo sieben Leute angerufen wurden, um hellhörig zu werden. Überprüfungen passieren laufend. Wenn eine Schule den gesetzlichen Grundlagen nicht entspricht, dann gehen wir dagegen vor, wie beispielsweise bei der "Saudi School Vienna" im dritten Bezirk im Dezember 2014. In Wien gibt es seit einem Jahr das Deradikalisierung-Netzwerk. Fast 2000 Pädagogen wurden geschult, zudem arbeiten wir eng mit der Polizei zusammen.

SPÖ und Grünen haben sich auf 1000 neue Lehrer und 100 neue Schulpsychologen geeinigt. Gibt es einen Zeitplan,?

Man darf sich das nicht so vorstellen, dass es einen Tusch gibt, und plötzlich sind 1000 neue Lehrer da. Das wird laufend passieren, schon ab dem nächsten Jahr.

Wie kann man sich Ihren ersten Tag im neuen Amt vorstellen?

Ich habe im Büro die Türen aufgemacht und mich über alle gefreut, die durch diese Türen gekommen sind. Bilder aufhängen konnte ich noch nicht, wie man an den kahlen Wänden sieht.

Was werden Sie besser als Vorgängerin Susanne Brandsteidl machen?

Vieles gleich, manches anders.

Wie weit ist Ihrer Bewertung nach Ihre Schule der Zukunft auf einer Schulnotenskala von 1 bis 5 in Wien bereits Realität?

Ich bin kein Freund von Noten, sondern bevorzuge persönlich eine individuelle verbale Leistungsbeurteilung. Ich wollte der Frage aber nicht aber ausweichen. Wir sind vor einiger Zeit bereits losgelaufen, sind also nicht mehr in den Startlöchern, aber auch noch nicht am Ziel.

weiterlesen auf Seite 2 von 2




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Dokument erstellt am 2015-12-11 17:56:04
Letzte ─nderung am 2015-12-11 18:15:41



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