• vom 21.01.2016, 18:20 Uhr

Stadtpolitik

Update: 21.01.2016, 18:23 Uhr

Verkehr

30.000 Fahrten weniger




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Von Matthias G. Bernold

  • Studie der MA 46 zeigt Auswirkungen der neuen Mariahilfer Straße.

Wien. Anlässlich des Umbaus der Mariahilfer Straße untersuchte die MA 46 (Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten) die Entwicklung des Verkehrsaufkommens in 34 Straßen des 6. und 7. Bezirks. Verkehrszählungen aus dem Jahr 2013 und aus dem Jahr 2015 wurden miteinander verglichen. Das Ergebnis: In beiden Bezirken zeigt sich ein deutlicher Rückgang des motorisierten Individualverkehrs von insgesamt mehr als 30.000 Pkw-Fahrten täglich.

Wurden bei der Verkehrszählung im September 2013 noch 428.430 Autofahrten registriert, waren es im Februar/März 2015 dann 394.661. Das sind 33.769 Fahrten weniger: ein Rückgang von rund 8 Prozent. Die erste Verkehrszählung fand bereits im Juni 2013 statt. Zwei weitere folgten - wie die MA 46 auf Anfrage der "Wiener Zeitung" bestätigt - im September und Oktober des selben Jahres, als auf der Einkaufsstraße neue verkehrssteuernde Maßnahmen getestet wurden. Die Zahlen wurden schließlich mit denen aus einer weiteren Zählung im Februar/März 2015 verglichen. (Zu diesem Zeitpunkt waren die Umbauarbeiten noch nicht vollständig abgeschlossen, wodurch das Ergebnis mit etwas Vorsicht zu genießen ist. Wahrnehmungen aus den Bezirken bestätigen jedoch die Korrektheit der Trends. Anm. d. Red.)


Teilweise auch hohe Anstiege
Schaut man sich die Ergebnisse im Detail an, wird deutlich, dass der Rückgang des Kfz-Verkehrs sehr ungleichmäßig über die Bezirke verteilt ist: Zwar sind in den meisten untersuchten Straßen heute um bis zu 30 Prozent weniger Automobile unterwegs. In einzelnen Straßenstücken, die sich direkt in einer verkehrsberuhigten Zone befinden, ging der Autoverkehr sogar um mehr als 80 Prozent zurück. Allerdings gibt es auch einige Straßen, wo die Anrainer seit dem Umbau unter einem drastischen Anstieg des Autoverkehrs leiden: Wenig überraschend zeichnen dafür die von Wirtschaftskammer und Autofahrerverbänden eingeforderten Querungen verantwortlich, für die sich bei der Befragung im Frühjahr 2014 auch die Bürger mehrheitlich ausgesprochen hatten.

Über weniger Lärm und Abgasbelästigung durch Autofahrer dürfen sich in Neubau die Bewohner der Schottenfeldgasse freuen. Südlich der Stollgasse sind um 76 Prozent weniger Autofahrten zu verzeichnen: Nur noch 571 zählte man im März 2015. Im Rest der Schottenfeldgasse - hier war die Verkehrsbelastung schon früher nicht so stark wie im südlichsten Abschnitt - fiel der motorisierte Individualverkehr immerhin um 5 Prozent auf 1518 Fahrten. In der Kirchengasse halbierte sich der Autoverkehr auf 770 Fahrten.

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2016-01-21 18:05:06
Letzte ─nderung am 2016-01-21 18:23:38



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