• vom 19.09.2016, 17:59 Uhr

Stadtpolitik

Update: 20.09.2016, 08:01 Uhr

Uschi Lichtenegger

"Wir waren jeden Tag zweimal auf der Straße"




  • Artikel
  • Lesenswert (2)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Alexandra Laubner

  • Die Grüne Uschi Lichtenegger, designierte neue Bezirksvorsteherin der Leopoldstadt, im Interview.



"Wiener Zeitung":Wie geht es
Ihnen, wenn man Sie mit Frau
Bezirksvorsteherin anspricht?

Uschi Lichtenegger: Ich freue mich. Es ist überwältigend. Heute wird gefeiert, ab morgen wird gearbeitet.

Werbung

Was war Ihre erste Reaktion, als bei ersten Hochrechnungen um 18 Uhr trotz Schwankungsbreite klar war, dass die Grünen auf Platz eins sind und Sie Bezirksvorsteherin werden?

Ich habe es im ersten Moment nicht glauben können, es ist ein überwältigendes Ergebnis. Ich freue mich. Wir können ganz viel für die Leopoldstadt erreichen. Es war immer das Ziel, einen gemeinsamen Weg für eine lebenswerte Leopoldstadt zu gehen. Wobei mir besonders wichtig ist, dass wir eine Politik für alle Menschen machen.

Hat Sie das Ergebnis überrascht?

Ich bin total überrascht. Mir zittern noch die Knie.

Die Grünen haben im Vorfeld von Wahlen meist sehr gute Umfragewerte, am Wahltag sieht es dann meist anders aus. Diese Wahl ist ganz anders verlaufen . . .

Wir hatten keine Umfragen (lacht).

Auf welche drei Punkte führen Sie das Wahlergebnis zurück?

Ich glaube, dass wir mit unserem Plan für junge Familien, für Kinder und für die wachsende Leopoldstadt die richtigen Antworten haben. Es braucht einen Schutz der Grünräume, das hat Priorität für uns, und es ist eine Politik, die anerkannt wird. Es gibt das Stadtentwicklungsgebiet am Nordbahnhof und auch die Wirtschaft. Es gibt 6700 Unternehmen in der Leopoldstadt und die möchten in einem attraktiven Umfeld arbeiten. Das waren unsere Antworten.

Welches Projekt möchten Sie als Erstes anpacken?

Wir werden jetzt einmal mit allen Fraktionen reden, es sind 60 Bezirksrätinnen und Bezirksräte, und wie schon erwähnt, gibt es auch noch eine Bezirksvertretungssitzung Ende September. Dann wird sich das eine oder andere Projekt herauskristallisieren, wo wir auch eine Mehrheit finden. Wir wollen den gemeinsamen Weg mit den Leopoldstädterinnen und Leopoldstädtern gehen und wollen von Anfang an die Bürger und Bürgerinnen, die AnrainerInnen und die Geschäftsleute mit einbeziehen.

Was haben Sie richtig gemacht und was hat die SPÖ falsch gemacht?

Wir haben die Menschen erreicht, wir waren viel auf der Straße, wir sind viel gelaufen. Wir waren jeden Tag zweimal auf der Straße. Wir haben immer positive Rückmeldungen bekommen.

Was hat die SPÖ falsch gemacht? Das müssen Sie die SPÖ fragen.

Glauben Sie, dass Karlheinz Hora Ihr Stellvertreter wird?

Da müssen Sie auch die SPÖ fragen.

Würden Sie sich das wünschen?

Das ist kein Wunschkonzert, ich kann keine Personalentscheidungen für die SPÖ treffen.




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2016-09-19 18:05:07
Letzte nderung am 2016-09-20 08:01:11



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Bei Wahlen ist Stadt-Land kein Spiel
  2. Das Alte mit dem Neuen verbinden
  3. Die letzten Prater-Könige
  4. Rote Risse
  5. Plötzlich wieder arbeitsfähig
Meistkommentiert
  1. Grüne setzen nun doch auf Stromantrieb
  2. Im sozialen Heimatbezirk
  3. Plötzlich wieder arbeitsfähig
  4. Bei Wahlen ist Stadt-Land kein Spiel
  5. Ausgetrickst

Werbung



Siemensgebäude

Der Investor und das Kreta-Viertel

In den tristen Betonbauten findet Zwischennutzung im großen Stil statt. - © Phillipp Hutter Wien. Am Rande von Kreta steht ein Zaun. Er soll nicht Flüchtlinge davon abhalten, Griechenland zu betreten. Er soll Wiener davon abhalten... weiter




Zwischennutzung

Die Hegemonie über die Zwischenwelt

Ein Gelände, zwei Welten: Auf der einen Seite ein geförderter Zwischennutzungs-Hub bei der Karl-Farkas-Gasse in Neu Marx . . . Wien. Es gibt Entwürfe, die in der Schublade verschwinden. Andere, die realisiert werden. Und dann gibt es jene Entwürfe... weiter





Werbung


Transition Base

Smartes Wagenvolk

Wohnraum muss nicht viel kosten: Der alte Zirkuswagen soll für kreative Zwecke genutzt werden. - © Puiu Wien. Über die Felder der im Nordosten Wiens liegenden Seestadt fegt ein eisiger Wind. Direkt neben der Satellitenstadt... weiter




Stadtentwicklung

Breitenseer Mauerfall

20161115Wien1 - © Driendl Architects Wien. Die Ziegelmauer ist wie ein Bollwerk. Auf einer Länge von einem halben Kilometer trennt sie den Stadtteil Breitensee vom übrigen Bezirk Penzing... weiter





Athen

Gründen gegen die Wirtschaftskrise

Athen. 42 Jahre nach dem Ende der Militärdiktatur ist Athen wieder auf dem Boden gelandet. Schlechte Jobchancen, zusammengekürzte Sozialleistungen und... weiter




Teheran

Irans Nerds

Über den Dächern Teherans eifern junge Männer und Frauen ihrem Idol Steve Jobs nach. - © Solmaz Khorsand Teheran. Lang und breit könnte Nasser Ghanemzadeh über sein Leid klagen. Darüber, wie quälend das Leben in einer Islamischen Republik ist... weiter





Innere Stadt

Noch kein Fort Knox

Älteste Kirche von Wien, die Ruprechtskirche, Schwedenplatz, Kohlmarkt, Dirndln auf der Kärntner Straße, Vivienne-Westwood-Shop in der Tuchlauben v.l.n.r. - © Ina Weber Wien. Ist man kein Anzugträger und wohnt dennoch im 1. Bezirk, kommt die Antwort auf die Frage nach dem Wohnort fast einem Geständnis gleich... weiter






Werbung


Werbung