• vom 06.12.2016, 08:00 Uhr

Stadtpolitik

Update: 06.12.2016, 16:42 Uhr

Siemensgebäude

Der Investor und das Kreta-Viertel




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Vom Schandfleck zur Perle

Damit ist das Viertel - nach der Fertigstellung des Parks - nicht mehr von den Gleiskörpern der Ostbahn begrenzt, sondern öffnet sich über die Gudrunstraße hin zur Innenstadt. Die Insel dockt ans Festland an. Plötzlich liegt sie in der Mitte einer grünen Achse vom Hauptbahnhof bis zum Naherholungsgebiet Laaer Berg.

Eine Konstellation, die das ehemalige Siemens-Areal zweifellos aufwertet. Der unwirtliche Schandfleck am Ende eines ohnehin verrufenen Viertels könnte sich als Perle erweisen. Anstelle der schmucklosen Bürobauten sind Luxusapartments vorstellbar. Denn natürlich ist Zwischennutzung temporär. Was der Investor schlussendlich mit den Gründen vorhat, weiß niemand.

In den Zaun am Rande der Kreta wurde ein Loch geschlagen. Im Juni wurde das Tor feierlich geöffnet. Die Grünflächen zwischen den Bauten sind seither als Park für alle nutzbar. Großzügiger Akt eines sozialen Gönners? Oder doch nur gezielte Strategie zur Wertsteigerung einer Immobilie? Wahrscheinlich beides. Sozial zu sein, bringt neuerdings Geld.


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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2016-12-05 17:20:06
Letzte ─nderung am 2016-12-06 16:42:22



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