• vom 10.01.2017, 17:54 Uhr

Stadtpolitik

Update: 10.01.2017, 18:02 Uhr

Michael Häupl

Die Macht der Bezirke




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Von Christian Rösner

  • Zahlenmäßig sieht die Wiener SPÖ anders aus, als sie oft dargestellt wird. Eine Analyse.





Wien. Die Flügelkämpfe innerhalb der Wiener SPÖ erreichen dieser Tage einen Höhepunkt und die Spekulationen, wer gehen muss und wer kommen wird, werden immer phantasievoller. Wobei im engsten Umfeld von Bürgermeister und SPÖ-Landesparteivorsitzenden Michael Häupl einmal mehr betont wird, dass in Wirklichkeit niemand etwas Genaues weiß, da Häupl sich zwar gerne beraten, aber nicht in die Karten schauen lasse. Aber alle sind sich gewiss, dass der große Umbau sehr bald stattfinden wird.

Die "Wiener Zeitung" hat sich deshalb zahlenmäßig umgeschaut, vor welchem Hintergrund sich der Veränderungsprozess abspielt. Zur Erinnerung: Im Herbst 2016 forderten Vertreter der Flächenbezirke Floridsdorf, Donaustadt, Simmering und Liesing Häupl auf, seine Nachfolge zu regeln. Die rebellierenden Bezirke stehen für einen Kurs, der die Partei für FPÖ-affine Wähler wieder attraktiver machen soll. Auf der anderen Seite befindet sich der Flügel mit Gesundheitsstadträtin Wehsely, Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger sowie Finanzstadträtin Renate Brauner, die an der FPÖ gar nicht anstreifen und die Zusammenarbeit mit den Grünen forcieren wollen.

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Schließlich hat Häupl angekündigt, dass noch im Jänner ein personeller Umbau stattfinden werde und man darüber in der Vorstandstagung kommende Woche reden werde. Erwartet werden jedenfalls "umfassende Veränderungen", denn es geht um kein geringeres Vorhaben, als wieder Frieden in die stark zerrüttete Wiener SPÖ zu bringen.

Hinter der gespaltenen Partei stehen immerhin 45.000 Parteimitglieder - exklusive der Vorfeldorganisationen. Gemessen an der realen Mitgliederzahl handelt es sich dabei um die größte Stadtpartei Europas. Interessant ist dabei der Umstand, dass es sich bei der Wiener SPÖ um eine relativ "alte" Partei handelt, beträgt doch das Durchschnittsalter ihrer Mitglieder 61,6 Jahre. Wobei die "ältesten" Bezirksorganisationen in Hietzing, Döbling und Liesing zu finden sind. Der Bezirk mit dem niedrigsten Durchschnittsalter ist der Alsergrund mit 56 Jahren. Eine Verjüngung könnte also bei einem Veränderungsprozess durchaus ein entscheidungsbringender Faktor sein.

Meisten Parteimitglieder in Floridsdorf und Favoriten
Relevant könnte auch die Mitgliederdichte in den einzelnen Bezirken sein - sowie auch welche Mandatare aus welchen Bezirken kommen. Denn immer wieder kam die Kritik vonseiten der "Rebellen", dass nicht die Gremien, sondern eigentlich ihre Bezirke die Mehrheit innerhalb der Partei darstellen würden. Und das sollte sich auch in der Stadtregierung widerspiegeln, so die Forderung.

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Dokument erstellt am 2017-01-10 17:59:13
Letzte Änderung am 2017-01-10 18:02:07



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