• vom 03.05.2017, 13:37 Uhr

Stadtpolitik

Update: 03.05.2017, 13:57 Uhr

Heumarkt

Stadt Wien veröffentlichte Heumarkt-Vertrag




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Von WZ Online, APA

  • Als Garantie für öffentlichen Nutzen. Das Hochhaus und der Weltkulturerbe-Aspekt nicht Teil der Vereinbarung.

Der Vertrag umfasst 80 Seiten, knapp drei Viertel davon macht der Anhangsteil aus. - © Isay Weinfeld & Sebastian Murr

Der Vertrag umfasst 80 Seiten, knapp drei Viertel davon macht der Anhangsteil aus. © Isay Weinfeld & Sebastian Murr

Wien. Im Zuge der Debatte um das Wiener Heumarkt-Projekt hat die Stadt am Mittwoch den städtebaulichen Vertrag mit dem Projektbetreiber Wertinvest von Unternehmer Michael Tojner veröffentlicht. Planungsstadträtin Maria Vassilakou hatte diesen Schritt kürzlich bereits angekündigt.

Mit dem Vertragswerk würden "öffentliche Interessen und Vorgaben fixiert und privatrechtlich abgesichert", meinte sie heute per Aussendung. Das Vertragswerk umfasst 80 Seiten, wobei knapp drei Viertel der Anhangsteil ausmacht. Im Dokument "über die Errichtung und Erhaltung von Infrastrukturmaßnahmen und sonstige Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben 'InterContinental Wien'", wie der Vertrag betitelt ist, werden all jene Punkte angeführt, die zwischen Stadt und Wertinvest für das Areal inklusive Hotel, Wiener Eislaufverein (WEV) und Konzerthaus vereinbart wurden.

Soll Allgemeinnutzen absicherung 

Inhaltlich geht es um jene Maßnahmen, die den oftmals von den Projektbefürwortern ins Treffen geführten Allgemeinnutzen absichern sollen. Das betrifft die Sicherung der WEV-Flächen für 99 Jahre und die sommerliche Nutzung der Eisfläche als öffentlich zugänglicher Verweilort, der auch von Kulturfestivals, Wochenmärkten oder Mode-Initiativen bespielt werden kann, weiters die Verlegung der Lothringerstraße zwecks Schaffung eines Vorfelds, bessere Durchquerungsmöglichkeiten des Areals sowie den Bau einer unterirdischen Turnhalle für Schulen. Festgehalten ist im Papier auch, dass der Projektwerber die Kosten für diese Maßnahmen trägt. Der umstrittene Hochhaus-Wohnturm bzw. der Weltkulturerbe-Aspekt sind nicht Teil der Vereinbarung.

Abrufbar ist der Gesamtvertrag HIER online. Unterzeichnet worden ist die Version seitens der Wertinvest am 24. April 2017 - also erst vor eineinhalb Wochen. Die Unterschrift von Stadt-Seite fehlt überhaupt noch. Das liege daran, dass die Sache noch nicht vom Gemeinderat genehmigt wurde, hieß es dazu knapp im Büro von Stadträtin Vassilakou.





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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-05-03 13:39:42
Letzte nderung am 2017-05-03 13:57:46



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