• vom 16.06.2017, 16:32 Uhr

Stadtpolitik


Stadt Wien

Private Kindergärten und Kindergruppen im Visier




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  • Skandale um private Vereine: Ende Juni stellt die Stadt Wien ein neues Bewilligungs- und Fördersystem vor.

Wien. (iw) Die Aufregung rund um die Alt-Wien-Kindergärten vergangenen Sommer war groß. 33 Kindergärten des privaten Vereins wurden aufgrund von zweckwidriger Verwendung der Fördermittel geschlossen. Schon davor gab es immer wieder Skandale rund um private Kindergarten-Vereine. Die Übernahme von Alt Wien erfolgte teilweise durch den Verein Oase des Kindes. Auch diesem Verein wurden jedoch Anfang des Jahres aufgrund falscher Angaben der Fördervoraussetzungen die Fördermittel gestrichen.

Der jüngste Fall wurde am Mittwoch bekannt, als das "Kinderparadies" an zwei Standorten im 7. Bezirk geschlossen wurde. Der Verein Kindergruppe Taiba mit Geschäftsführer Al Mihyawi Ammar hatte den Eltern einen Tag zuvor mitgeteilt, dass der Kiga aufgrund der Streichung der Förderung durch die zuständige MA10 mit sofortiger Wirkung geschlossen ist. Der Kindergarten wurde am selben Tag auf Willhaben inseriert. Die Gründe für die Streichung laut MA10: Zu wenig qualifiziertes Personal, zu viele Schließtage und die finanziellen Beiträge der Eltern wurden nicht zweckgerecht verwendet.


Die Kinder, die aufgrund solcher plötzlicher Schließungen von heute auf morgen keinen Platz mehr haben, sind mittlerweile tausende. Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky meinte dazu: "Es ist so, dass private Betreiber bei Verfehlungen sofortige Konsequenzen zu spüren bekommen, dazu stehe ich zu 100 Prozent." Er kündigte bereits strengere Kontrollen und Maßnahmen gegen den Förderbetrug an. Diese sollen Ende Juni präsentiert werden. Die Magistratsabteilungen MA10 und MA11 hätten ein neues Bewilligungs- und Fördersystem entwickelt. Ab wann und auf wie viele die derzeit 13 Kontrolleure aufgestockt werden, ist noch offen.




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Dokument erstellt am 2017-06-16 16:35:17



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