• vom 05.07.2017, 11:04 Uhr

Stadtpolitik


Weltkulturerbe

Woche der Wahrheit




  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (2)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Heumarkt: Mittwoch oder Donnerstag wird über den Weltkulturerbestatus entschieden.

Für den Status als Weltkulturerbe sieht es nicht gut aus.

Für den Status als Weltkulturerbe sieht es nicht gut aus.© apa/Bandion Für den Status als Weltkulturerbe sieht es nicht gut aus.© apa/Bandion

Krakau/Wien (fk) Diese Woche wird für die Stadt Wien zur Schicksalswoche. In Krakau treffen rund 3000 Experten aus mehr als 130 Länder zusammen, um über die Aufnahme neuer Stätten in die Unesco-Liste zu beraten. 1052 Natur-und Kulturerbestätten aus 165 Staaten sind auf dieser Liste vermerkt. Seit 2001 trägt die Wiener Altstadt das Siegel "Weltkulturerbe" - diese Woche könnte sich das ändern. Sie wird voraussichtlich in die Liste der bedrohten Kulturgüter "World Heritage List in Danger" aufgenommen werden. Es ist eine Vorstufe der Aberkennung des Prädikats Weltkulturerbe.

Grund dafür ist das umstrittene Hochhausprojekt rund um das neue Hotel Intercontinental inklusive dem 66 Meter hohen Wohnturm am Heumarkt im 3. Bezirk. Zu hoch befindet, die Unesco. Höchstens 43 Meter darf er sein, lautete die Forderung der UN-Institution - die "Wiener Zeitung" hat berichtet.


Gegen Musealisierung
"Es geht der Unesco um die Kubatur des Bauvorhabens am Heumarkt inklusive Höhe des Turms, der in der Kernzone der Welterbestätte liegt. Grundsätzlich ist die Unesco nicht gegen Veränderungen im Welterbegebiet - sie will ja keine Musealisierung -, es geht um eine langfristige, sensible, der Welterbestätte adäquate Stadtplanung, die durch offensive städtebauliche Entwicklung die Degradierung des historischen Ensembles verhindert", sagt die Wiener Unesco-Generalsekretärin Gabriele Eschig. Eine Entscheidung, ob das Areal tatsächlich auf der roten Liste landet, wird Mittwoch oder Donnerstag erwartet.

Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) und Planungsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) hatten bis zuletzt wiederholt betont, mit der Unesco über den Weltkulturerbe-Status verhandeln zu wollen. Dieser hatte ja auch die Wiener Grünen gespalten und zu einer Urabstimmung geführt, die gegen das Projekt ausgefallen war - aber letzten Endes doch noch eine rot-grüne Mehrheit im Stadtparlament bekommen hat. Zumindest gab es einen gemeinsamen rot-grünen Antrag im Gemeinderat, in dem versichert wurde, dass in und rund um die City keine neuen Hochhausstandorte geplant und verordnet werden.




Schlagwörter

Weltkulturerbe

1 Leserkommentar




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-07-05 11:09:06



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Letzte Chance für Wien
  2. Links liegen gelassen
  3. Muss Vassilakou gehen?
  4. Neues Rabbinatsgericht
  5. "Gehen Sie doch zur FPÖ"
Meistkommentiert
  1. Muss Vassilakou gehen?
  2. Plötzlich wieder arbeitsfähig
  3. Links liegen gelassen
  4. Bei Wahlen ist Stadt-Land kein Spiel
  5. Wien macht 376 Millionen Euro neue Schulden

Werbung



Siemensgebäude

Der Investor und das Kreta-Viertel

In den tristen Betonbauten findet Zwischennutzung im großen Stil statt. - © Phillipp Hutter Wien. Am Rande von Kreta steht ein Zaun. Er soll nicht Flüchtlinge davon abhalten, Griechenland zu betreten. Er soll Wiener davon abhalten... weiter




Zwischennutzung

Die Hegemonie über die Zwischenwelt

Ein Gelände, zwei Welten: Auf der einen Seite ein geförderter Zwischennutzungs-Hub bei der Karl-Farkas-Gasse in Neu Marx . . . Wien. Es gibt Entwürfe, die in der Schublade verschwinden. Andere, die realisiert werden. Und dann gibt es jene Entwürfe... weiter





Werbung


Transition Base

Smartes Wagenvolk

Wohnraum muss nicht viel kosten: Der alte Zirkuswagen soll für kreative Zwecke genutzt werden. - © Puiu Wien. Über die Felder der im Nordosten Wiens liegenden Seestadt fegt ein eisiger Wind. Direkt neben der Satellitenstadt... weiter




Stadtentwicklung

Breitenseer Mauerfall

20161115Wien1 - © Driendl Architects Wien. Die Ziegelmauer ist wie ein Bollwerk. Auf einer Länge von einem halben Kilometer trennt sie den Stadtteil Breitensee vom übrigen Bezirk Penzing... weiter





Athen

Gründen gegen die Wirtschaftskrise

Athen. 42 Jahre nach dem Ende der Militärdiktatur ist Athen wieder auf dem Boden gelandet. Schlechte Jobchancen, zusammengekürzte Sozialleistungen und... weiter




Teheran

Irans Nerds

Über den Dächern Teherans eifern junge Männer und Frauen ihrem Idol Steve Jobs nach. - © Solmaz Khorsand Teheran. Lang und breit könnte Nasser Ghanemzadeh über sein Leid klagen. Darüber, wie quälend das Leben in einer Islamischen Republik ist... weiter





Innere Stadt

Noch kein Fort Knox

Älteste Kirche von Wien, die Ruprechtskirche, Schwedenplatz, Kohlmarkt, Dirndln auf der Kärntner Straße, Vivienne-Westwood-Shop in der Tuchlauben v.l.n.r. - © Ina Weber Wien. Ist man kein Anzugträger und wohnt dennoch im 1. Bezirk, kommt die Antwort auf die Frage nach dem Wohnort fast einem Geständnis gleich... weiter






Werbung


Werbung