• vom 06.07.2017, 17:27 Uhr

Stadtpolitik


Wiener Kindergartenstudie

Klare Förderkriterien für Kindergärten fehlen




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  • Die Grünen kritisieren Kurz wegen "massiver Überarbeitung" der Wiener Kindergartenstudie.

Wien. Die Grünen üben heftige Kritik an Integrationsminister Sebastian Kurz (ÖVP) und der Bearbeitung der Wiener Kindergartenstudie. Das Thema Bildungschancen und Zugehörigkeit von Kindern dürfe nicht für Stimmungsmache missbraucht werden, sagte Integrationssprecherin Alev Korun am Donnerstag. Sie spricht von einer "massiven Überarbeitung der Kindergartenstudie" durch weisungsgebundene Beamte von Integrationsminister Kurz.

Korun fordert den Minister dazu auf, ein Disziplinarverfahren einzuleiten, falls Beamte ohne sein Wissen eine mit Steuergeldern geförderte Studie inhaltlich abgeändert hätten. Habe Kurz davon gewusst, stehe der Verdacht auf Manipulation von wissenschaftlichen Studien im Raum. In einer parlamentarischen Anfrage fordert Korun eine kritische Diskussion über die Vorgänge im Ministerium sowie über die Qualitätssicherung von Kindergärten. Konkret verlangt sie einheitliche, bundesweite Qualitätsstandards. Auch hier übt sie Kritik an Kurz: Es sei wichtig, Mängel aufzuzeigen, jedoch beute Kurz Probleme aus, die es nur gebe, weil die Regierung ihr Versprechen eines bundesweiten Qualitätsrahmens nicht erfülle.

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Weitere Forderungen der Grünen sind Qualitätsstandards bezüglich der Erziehung von Kindern zu Meinungsfreiheit und Demokratie sowie mehrsprachige Kindergartenpädagogen und Kontrolleure und gleiche Regelungen für Kindergruppen und Kindergärten. Förderkriterien müssten so ausgerichtet werden, dass keine "monokulturellen Inseln" entstehen und das Durchmischen von Kindern gefördert werde.




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Dokument erstellt am 2017-07-06 17:33:06



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