• vom 10.08.2017, 19:56 Uhr

Stadtpolitik


KAV

Debatte um Sparkurs in Spitälern




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  • KAV dementiert, dass 20 Prozent bis Jahresende eingespart werden sollen.

"Es wird zu keinen Leistungskürzungen kommen", heißt es aus dem Gesundheitsressort. - © apa/Fohringer

"Es wird zu keinen Leistungskürzungen kommen", heißt es aus dem Gesundheitsressort. © apa/Fohringer

Wien. Der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) sorgt wieder einmal für Debatten - diesmal geht es ums Budget: Laut einem Bericht der "Presse" wurden die Einrichtungen des städtischen Spitalsträgers angewiesen, im zweiten Halbjahr 2017 die Kosten um rund 20 Prozent zu senken. Im Büro von Gesundheitsstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) und beim KAV selbst wird das dementiert.

"Es gibt keine globale Budgetkürzung um 20 Prozent im Wiener Krankenanstaltenverbund", sagte ein Sprecher des KAV am Donnerstag. Stattdessen gebe es eine "permanente Suche nach Optimierungspotenzialen in verschiedenen Bereichen des KAV". "Es hat nie eine Weisung vom Rathaus gegeben", betonte auch ein Sprecher Frauenbergers.


Bestätigt wird allerdings, dass die Ausgaben in den vergangenen Jahren gewachsen seien und gesenkt werden müssten. "Es geht um eine Dämpfung des Kostenanstiegs", so der Sprecher. Bei den in der "Presse" genannten 20 Prozent handle es sich um eine "völlig überzogene Zahl".

Trotzdem Ausgabensenkungen
Prinzipiell sei der KAV angehalten, sparsam zu agieren, heißt es im KAV. Kostentreiber wie neue Medikamente müssten durch Ausgabensenkungen in anderen Bereichen ausgeglichen werden. In den vergangenen Jahren sei es gelungen, das Sachausgabenwachstum um 125 Millionen Euro zu dämpfen. "Dieser Prozess läuft kontinuierlich."

Die Ausgaben des Wiener Krankenanstaltenverbunds (KAV) sind in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. So stiegen die Personalausgaben von 1,51 Milliarden Euro im Jahr 2015 auf für heuer prognostizierte 1,65 Milliarden Euro. Die Sachausgaben stiegen von 1,014 Milliarden Euro (2015) um 72 Millionen Euro auf für heuer veranschlagte 1,068 Milliarden Euro. Laut dem Geschäftsbericht für 2015 (jener für 2016 liegt noch nicht vor) erhöhte sich der Jahresfehlbetrag 2015 gegenüber 2014 um 55,7 Millionen Euro auf 109,9 Millionen Euro.

Der Wirtschaftsplan, der im November 2016 beschlossen wurde, sieht für das Jahr 2017 ein Budget von 2,74 Milliarden Euro vor. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass es keinen Fehlbetrag gibt und wir dieses Ziel erreichen", sagte Frauenbergers Sprecher.

Es sei Aufgabe des KAV-Managements, diese Vorgabe umzusetzen. Konkrete Sparmaßnahmen nannte der KAV nicht, es gehe um "Logistikoptimierung, Produktharmonisierung und darum, die Marktmacht des KAV auszunutzen". Es werde zu keinen Leistungskürzungen kommen, wird betont.




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KAV, Spitäler

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Dokument erstellt am 2017-08-10 16:42:05



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