• vom 04.10.2017, 17:11 Uhr

Stadtpolitik

Update: 09.10.2017, 16:22 Uhr

Gemeindewohnungen

Schönheitskur




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"Im Eigentum
der Stadt Wien"

Ein wichtiges Detail des Konzeptes, das mit dem im Sommer verstorbenen ehemaligen SPÖ-Leopoldstädter Bezirksvorsteher Karlheinz Hora festgelegt wurde: Den Bewohnern des alten Gemeindebaus soll die Sichtachse zur Donau nicht versperrt werden.

Die Gemeindewohnungen Neu sind hundert Prozent im Eigentum der Wiener Gemeindewohnungs-Baugesellschaft (Wigeba) und damit im Eigentum der Stadt Wien. An der Wigeba sind zu 51 Prozent die zur Wien Holding gehörende Gemeinnützige Siedlungs- und Bau AG (Gesiba) und zu 49 Prozent Wiener Wohnen beteiligt. Sie war auch Ausloberin des zweistufigen Architekturwettbewerbs.

Das politische Ziel ist ambitioniert: Bis 2020 sollen 4000 Gemeindewohnungen neu auf Schiene sein. Bis dato sind aber nur die Details von vier Projekte mit insgesamt 450 Wohnungen bekannt: Jene von den 120 Gemeindewohnungen, die auf dem Areal der ehemaligen AUA-Zentrale in der Favoritner Fontanastraße entstehen. Der im Sommer 2017 geplante Baubeginn verschiebt sich auf Mitte November, die Fertigstellung ist Mitte 2019 vorgesehen.

Projekt Nummer zwei: Für den Gemeindebau Stumpergasse (6. Bezirk) mit 60 Wohnungen wartet man auf die Umwidmung.

Projekt Nummer drei: Mit den 100 geplanten Wohneinheiten am Emil-Behring-Weg (12. Bezirk) beschäftig sich derzeit der Grundstücksbeirat.

Projekt Nummer vier: die 290 Wohnungen am Handelskai 214 in der Leopoldstadt.

"Wir sind im Express-Tempo unterwegs"
Das Prestige-Projekt der Wiener SPÖ lässt aber auf sich warten, kritisiert unter anderen der "Kurier" in seiner Dienstagsausgabe. Wigeba-Direktor Ewald Kirschner sieht das nicht so. "Wir sind im Express-Tempo unterwegs. Die zwei, drei Monate, die sich beim Baubeginn in der Fontanastraße verzögern, können wir wieder einholen. Wir stehen ein paar Wochen vor dem tatsächlichen Baubeginn. Es ist eine sehr komplexe Angelegenheit, denn in der Fontanastraße in Favoriten handelt es sich insgesamt um sechs Bauplätze."

Laut Kirschner sind 3500 von den geplanten 4000 neuen Gemeindewohnungen auf Schiene. "Wir arbeiten an den Details der letzten 500 Wohneinheiten", sagt Kirschner und nennt das Gaswerk Leopoldau im 21. Bezirk, das sich in der Baubewilligungsphase befindet, den Eisring Süd, der sich in der Vorbereitung für den Grundstücksbeirat befindet, das Seebogen-Quartier in der Seestadt Aspern und das Wohnbauprojekt "Wildgarten" in Meidling.

Die "Gemeindebauten Neu" wurden übrigens im Februar 2015 bei der der SPÖ-Klubtagung verkündet. SPÖ-Bürgermeister Michael Häupl kündigte an, dass Wien nach elf Jahren wieder Gemeindewohnungen baut.

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-10-04 17:15:06
Letzte nderung am 2017-10-09 16:22:31



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