• vom 17.04.2012, 15:12 Uhr

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Update: 17.04.2012, 15:20 Uhr
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Ab 6. August

ÖBB stellen im Osten auf Rechtsverkehr um



  • Soll Verkehr effizienter und Umsteigen leichter machen.

Die ÖBB stellen im Osten auf Rechtsverkehr um. 80 Bahnhöfe auf acht Strecken sind betroffen.

Die ÖBB stellen im Osten auf Rechtsverkehr um. 80 Bahnhöfe auf acht Strecken sind betroffen.APAweb / Herbert Pfarrhofer Die ÖBB stellen im Osten auf Rechtsverkehr um. 80 Bahnhöfe auf acht Strecken sind betroffen.APAweb / Herbert Pfarrhofer

Wien. Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) stellen ab 6. August acht Bahnstrecken in der Ostregion auf Rechtsverkehr um. Dies soll den Verkehr effizienter machen und Trassenkonflikte im Bereich Wien Meidling bis Wien Hauptbahnhof vermeiden helfen, sagte ÖBB Holding-Vorstand Franz Seiser am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien. Seit dem 19. Jahrhundert ist das Schienennetz zweigeteilt: Während in den frühen Eisenbahntagen englische Ingenieure die Südbahn auf den Linksverkehr auslegt haben, fährt man auf der West- und Ostbahn traditionell auf der rechten Seite.

Die schrittweise Umstellung wird bereits seit Jahrzehnten betrieben. Mit dem Ausbau der Südbahn bzw. dem Semmering-Basistunnel soll auch die Südbahn auf den Rechtsverkehr umgestellt werden.

80 Bahnhöfe auf acht Strecken
Der ab Sommer stattfindende Schritt betrifft acht Bahnstrecken und insgesamt 80 Bahnhöfe: die Nordbahn von Wien Floridsdorf bis Bernhardsthal, die S7-Flughafenschnellbahn von Wien Rennweg bis Flughafen Wien Schwechat, die Pottendorfer Linie von Wampersdorf bis Wiener Neustadt, die Südbahn von Hauptbahnhof Wien bis Payerbach-Reichenau, die Verbindungsbahn von Wien Hütteldorf/Penzing bis Wien Meidling, die S-Bahn-Stammstrecke von Wien Meidling bis Wien Floridsdorf, die Nordwestbahn von Wien Floridsdorf bis Stockerau und die Laaer Ostbahn von Wien Süßenbrunn bis Wolkersdorf. Zwei Strecken (Wien Hauptbahnhof bis Süßenbrunn und Franz Josefs-Bahn) bekommen den Rechtsverkehr erst nach 2015.

Anders als gewohnt
Die Kosten für die Umstellung wurden von der ÖBB Infrastruktur mit 16 Millionen Euro beziffert. Sie werden hauptsächlich durch das Legen von Überholgleisen und in geringerem Maß durch neue Leitsysteme verursacht. Für Fahrgäste heißt das: Der Zug kommt bei zweigleisigen Strecken, wo bisher links gefahren wurde, am "anderen Gleis" an, der bisher gewohnte Zugangsweg ändert sich. Besonders bei Randbahnsteigen "ist dann also die geänderte Wegeleitung zu beachten", schreiben die Bundesbahnen. Die Umstellung werde in einigen Fällen ein einfacheres Umsteigen ohne Wechsel des Bahngleises ermöglichen, kündigte Seiser an. In anderen Fällen, etwa in der Wiener Station Traisengasse, werden dagegen die Wege länger.

Vieles neu
2012 sei "ein entscheidendes Bahnjahr". 70 Kilometer Tunnel und 100 Streckenkilometer Geleise würden neu in Betrieb genommen. Mit dem Winterfahrplan werden am 9. Dezember die ersten Teile des neuen Wiener Hauptbahnhofs für den Nahverkehr verwendet. Durch den Lainzer Tunnel werden die ersten Güterzüge fahren (der Personenverkehr folgt ab 2014). Der viergleisige Ausbau der Strecke nach St. Pölten soll die Fahrzeit von Wien-West in die niederösterreichische Hauptstadt von 40 auf 25 Minuten beinahe halbieren. Im Unterinntal, der Zubringerstrecke zum noch lange nicht existenten Brenner-Basistunnel, wird eine neue zweigleisige Hochleistungstrasse zwischen Kundl und Baumkirchen in Betrieb genommen.




Schlagwörter

ÖBB, Bahn

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-17 15:13:24
Letzte Änderung am 2012-04-17 15:20:28


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