• vom 03.08.2012, 17:02 Uhr

Unterwegs

Update: 08.08.2012, 13:03 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (2)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



ÖBB-Info-Offensive, damit Fahrgäste den richtigen Bahnsteig finden

Von links auf rechts mit Hürden


Von Von Christoph Rella und Christian Mayr

Wien. Am Umsteigeknoten Wien-Handelskai heißt es ab Montag für Bahn-Einpendler aus dem Norden Umwege gehen: Statt wie bisher bequem am selben Bahnsteig in die U6 Richtung Süden umzusteigen, müssen die Passagiere künftig vom rechten Bahnsteig einmal hinunter und auf der anderen Seite wieder hinauf.

Wohin des Weges? Künftig müssen die Passagiere künftig vom rechten Bahnsteig einmal hinunter und auf der anderen Seite wieder hinauf.

Wohin des Weges? Künftig müssen die Passagiere künftig vom rechten Bahnsteig einmal hinunter und auf der anderen Seite wieder hinauf.APAweb / Herbert Pfarrhofer Wohin des Weges? Künftig müssen die Passagiere künftig vom rechten Bahnsteig einmal hinunter und auf der anderen Seite wieder hinauf.APAweb / Herbert Pfarrhofer

Grund ist die Umstellung der ÖBB von Rechts- auf Linksbetrieb, die am kommenden Montag auf mehreren Zugsstrecken vollzogen wird. Was allerdings auf einigen Stationen zu Unannehmlichkeiten führen wird. Am Handelskai etwa dürfte sich der Vorteil, dass dann etwa die vom Süden kommenden S-Bahn-Passagiere direkt in die nach Süden fahrende U6 umsteigen können, in Grenzen halten.

Auch auf kleineren Stationen der Südbahn, etwa in den Haltestellen Schlöglmühl oder St. Egyden wird es Fahrgast-Hürden geben. Grund: Die Fahrkartenautomaten wurden dort seinerzeit – aufgrund des höheren Verkehrsaufkommens – im Nahbereich der "Wiener Bahnsteige" aufgestellt, um den Kunden so lange Umwege beim Kartenkauf zu ersparen. Damit ist es vorbei. Mit der Umstellung auf den Rechtsverkehr müssen nun Fahrgäste mit Ziel Wien zwecks Ticketkauf bis zu zweimal den Bahnsteig wechseln. Mögliche Lösung: Auch der Standort der Automaten wird verlegt – nur hält sich hierfür die Begeisterung bei den ÖBB in Grenzen. Dort verweist man darauf, dass die Kunden in der Masse vom Rechtsverkehr – auch auf internationaler Ebene – profitieren werden. So soll etwa am Wiener Hauptbahnhof 2014 "bahnsteiggleiches Umsteigen" für die Weiterfahrt in die gleiche Richtung möglich sein.

In Vorbereitung dessen werden am 6. August folgende Strecken auf Rechtsverkehr umgestellt:


Wiener Zeitung Wiener Zeitung

  • die Nordbahn von Wien-Floridsdorf bis Bernhardsthal,
  • die Flughafenschnellbahn (S7) von Wien-Rennweg bis Flughafen Wien-Schwechat,
  • die Pottendorfer Linie von Wampersdorf bis Wr. Neustadt Civitas Nova,
  • die Südbahn von Hauptbahnof Wien bis Payerbach-Reichenau,
  • die Verbindungsbahn von Wien-Hütteldorf/Penzing bis Wien-Meidling,
  • S-Bahn-Stammstrecke von Wien-Meidling bis Floridsdorf,
  • die Nordwestbahn von Floridsdorf bis Stockerau sowie
  • die Laaer Ostbahn von Wien-Süßenbrunn bis Wolkersdorf.

16 Millionen Euro Kosten
Nicht betroffen sind vorerst die Südbahn von Spielfeld bis Payerbach-Reichenau, die Franz-Josefs-Bahn sowie die Strecken Süßenbrunn–Hauptbahnhof. Dort werden die Regional- und Schnellzüge auch weiterhin links geführt.

Damit alle Fahrgäste den richtigen Bahnsteig finden, haben die ÖBB eine Info-Offensive gestartet: Demnach werden rund 2,7 Millionen Euro in die Verbesserung des Kundenkomforts und der Reisendeninformation entlang der betroffenen Linien, vor allem in die Beschilderung und in neue Wartekojen investiert. Weitere 13,2 Millionen Euro flossen bereits in die Errichtung neuer "Überholgleise" in den Bahnhöfen Brunn-Maria Enzersdorf und Baden.

Allein die Bundesbahnen sehen in der Umstellung nur Vorteile: Dabei gehe es in erster Linie darum, das Bahnsystem hinsichtlich der laut Verkehrsprognosen bis 2025 zu erwartenden starken Veränderungen bei den Verkehrs- und Kundenströmen einzustellen, heißt es in einer Aussendung. Ansonsten würde es nämlich zu Trassenkonflikten im Abschnitt Wien-Meidling kommen, mit der Folge, dass die ÖBB allein in diesem Bahnhof 30 Prozent ihrer Kapazitäten verlieren würden.




Schlagwörter

Rechtsverkehr, ÖBB

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-03 17:06:11
Letzte Änderung am 2012-08-08 13:03:14


Werbung



Beliebte Inhalte



Barbara Eden als "bezaubernde Jeannie" mit Elton John (links) und Cornelius Obonya am Rathausplatz. - APAweb / EPA / Georg Hochmuth
  • Stars im Dienste der AIDS-Hilfe: Bill Clinton, Elton John, Melanie Griffith und Hilary Swank zu Besuch in Wien.
  • weiter

Auf Sexualverhalten bezogene Aidsbekämpfung macht wenig Sinn, so Hunsmann. - Apaweb/Pfarrhofer
  • HIV-Epidemien in Afrika gehen aus schlechtem Gesundheitszustand der Bevölkerungen hervor.
  • weiter

Ob im eigenen Wohnzimmer, in der Fabrikhalle oder im Gasthauskeller: Kunst ist überall. Puiu
  • Der 17. Bezirk emanzipiert sich von seinem hippen Nachbarn Ottakring.
  • weiter

"Totally sexy" lautet hier das Motto. Und das um jeden Preis. - Luiza Puiu
  • Label balanciert auf dem schmalen Grat zwischen sexy und ordinär.
  • weiter

Eva Moser aus Graz bei der Eröffnung. - Johann Werfring
  • Internationales Damenschachturnier kommt nun in die heiße Phase.
  • weiter

Haben die Wiener Senioren mehr Weitblick als die eigene Partei? - Rösner
  • Die "rote Basis" macht Urlaub - und schimpft über die (grüne) Stadtpolitik.
  • weiter

Schütze Bosko Rasovic trainiert fünfmal pro Woche. S. Jenis
  • Rund 24.000 Wiener haben eine Waffenbesitzkarte.
  • weiter

Eine erste Teststrecke beim Westbahnhof wurde grün angemalt. - APAweb / Georg Hochmuth
  • City-Chefin Stenzel: Grüne geben Steuergelder für Parteiwerbeaktion aus.
  • weiter

Der Radfahrverkehr soll gefördert werden. - apa/Helmut Fohringer
  • Hitzige Debatte im Gemeinderat - Öffnung von Einbahnen für Radfahrer.
  • weiter

Neben Rot soll es auch Grün auf den Radwegen geben. - apa
  • Fußgängerbeauftragte plädiert für mehr Rücksichtnahme.
  • weiter




Dossier Radjahr

Das Radjahr 2013 in Wien



Zum Dossier Wiener Tarife

Tarife der Öffis in Wien



Dossier zum Parken in Wien

Parken in Wien



Dossier Hauptbahnhof

Hauptbahnhof



 


Innerer Gürtel: Südost Tangente Richtung Heiligenstadt


Stadtgebiet Wien, Zwischen Strassenkreuzung Lazarettgasse und Strassenkreuzung Nußdorfer Straße Fahrbahn auf zwei Fahrstreifen verengt, Baustelle bis 30.08.2013, an Wochenenden und von 22:00 bis 05:00 Uhr zeitweise nur 1 Fahrstreifen frei




Gürtelbrücke: Brigittenau Richtung Gürtel


Wien/AS Brigittenauer Lände Einfahrt gesperrt, Baustelle bis 30.10.2015




Thaliastraße: Ottakring - Gürtel


Stadtgebiet Wien, Zwischen Strassenkreuzung Wattgasse und Strassenkreuzung Gürtel in beiden Richtungen Verkehrsbehinderung, Baustelle bis 30.09.2013





Stammgast beim Life Ball: Bill Clinton.

Gottfried Helnwein, Peinlich, 1971, Die Wolldecke eines Navajo-Häuptlings wurde bei Sothebys in New York für rund 221.000 US-Doller versteigert. Es war die erste Auktion aus dem Nachlass der Sammlung Andy Williams, des bekannten US-amerikanischen Popsängers und Fernsehentertainers.

Chondrocladia lyra, ein fleischfressender Schwamm, lebt über drei Kilometer tief im Pazifik vor der Küste von Kalifornien. Die Art wurde von der Universität von Arizona in Tempe (USA) für die Liste der skurrilsten Entdeckungen 2012 ausgewählt. "Erstbegehung" des Wiener Wahrzeichens:  Slackliner Christian Waldner arbeitete sich in 60 Metern über dem Boden Schritt für Schritt vom großen Steffl-Turm (Südturm) bis zum südlichen Heidenturm vor und tänzelte nach kurzer Verschnaufpause wieder retour. Der Drahtseilakt dauerte rund zehn Minuten.

Werbung