Wien. (spn) 15 km/h Spitzengeschwindigkeit, Baulärm, Aufenthalte auf der Strecke – die Fahrt mit der U1 gestaltet sich noch nicht so komfortabel, wie sie es ab 27. August nach fast zweimonatigen Arbeiten wieder sein wird. Es ist aber auch erst eine Probefahrt, Journalisten in gelben Warnwesten werden in Begleitung des Geschäftsführers der Wiener Linien, Günter Steinbauer, über die erneuerte Gleisstrecke zwischen Schwedenplatz und Reumannplatz kutschiert.
Weniger Ruckeln
Vielfahrer würden bemerken, dass die Fahrt nun ruckelfreier vonstatten geht, denn die Dämmmatten unter den Gleisen wurden nach über 30 Jahren ausgetauscht, erklärt Steinbauer. Außerdem wurden acht Kilometer Schienen erneuert, das Herzstück der Renovierung um 100 Millionen Euro sind jedoch die neuen Weichen. "Damit können wir flexibel auf Betriebsstörungen reagieren, weil die Gleise in beide Richtungen befahrbar werden", sagt Steinbauer – vorher konnten die Züge nicht von einem Gleis aufs andere wechseln. Das sei vor allem wegen der Verlängerung der U1 bis Oberlaa wichtig.
Test der Signalanlage am Wochenende
In den ungewohnterweise hell beleuchteten Tunnels tummeln sich noch jede Menge Arbeiter, es wird geschweißt, geputzt und gespachtelt. Am Wochenende sei nur noch die Signalanlage zu testen, also quasi die Fernsteuerung für die vollautomatisch fahrenden Züge. Der Zeitplan wurde laut Steinbauer perfekt eingehalten.
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