• vom 16.10.2012, 17:48 Uhr

Unterwegs

Update: 16.10.2012, 18:00 Uhr
  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (1)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Landeshauptleute wollen Ende Oktober ein Verkehrskonzept vorstellen

Parkpickerl als Chefsache


Von Christian Rösner

  • Pendler wollen in die Stadt fahren.
  • Stadt will, dass sie schon vorher auf Öffis umsteigen.

Wien. Dass das Parkpickerl nicht nur in Wien für Unmut sorgt, ist nichts Neues - erst vergangene Woche gab es einen Hilfeschrei aus Baden bei Wien, weil die P&R-Anlage beim Bahnhof bereits aus allen Nähten platzt. Und der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll hatte die Überlegungen, die Pickerl-Zonen noch einmal auszuweiten, als einen "unfreundlichen Akt" bezeichnet.

Um Beruhigung bemüht, versicherte Wiens Bürgermeister Michael Häupl sogleich, dass man die Menschen, die nach Wien kommen, um zu arbeiten, nicht vertreiben wolle. Im Gespräch mit der "Wiener Zeitung" kündigte er am Dienstag an, noch Ende Oktober zusammen mit den Landeshauptleuten von Niederösterreich und dem Burgenland ein Verkehrskonzept präsentieren zu wollen, um die Situation zu entschärfen.

Werbung

Thematisiert werden solle sowohl der Ausbau der P&R-Anlagen am Rande Wiens als auch die Beschleunigung der Schnellbahnen von niederösterreichischer Seite sowie Maßnahmen, die die Pendler entlasten. Als Beispiel nannte Häupl hier den Vorschlag der SPÖ Burgenland, das Pendlerpauschale durch ein Pendlergeld mit kilometerbezogener Abrechnung zu ersetzen: Derzeit erhält ein Pendler aus dem Südburgenland, der nach Wien fährt, die gleiche Abgeltung wie sein Kollege aus Eisenstadt. Durch das Pendlergeld wäre dann jeder gefahrene Kilometer gleich viel wert. Für zusätzliche P&R-Anlagen könne sich Häupl vorstellen, dass Wien entsprechende Grundstücke zur Verfügung stellt. Je früher die Niederösterreicher auf die Öffis umsteigen würden, desto besser.

Erste Runde am Freitag
Eine erste politische Runde zu dem Thema im Vorfeld - abseits der Landeshauptleute - gibt es bereits am Freitag mit dem niederösterreichischen Verkehrslandesrat Karl Wilfing und Finanzstadträtin Renate Brauner. Wobei schon jetzt die Meinungen in manchen Punkten divergieren dürften: Im Büro von Wilfing spricht man von einer "unterschiedlichen Philosophie": "Der Umstieg auf die Öffis soll so schnell wie möglich erfolgen, deswegen bauen wir auch entlang der Bahnlinien P&R-Anlagen. Aber die Wiener hätten gerne, dass die Niederösterreicher schon öffentlich nach Wien hineinfahren - das wird sich aber nicht so einfach machen lassen", erklärte ein Sprecher von Wilfing.

Tullnerfeld gut abgedeckt
Stellplätze würde es in Niederösterreich grundsätzlich genug geben: "Wir haben ja jetzt schon 35.000 P&R-Plätze, die laufend ausgebaut werden." An neuralgischen Punkten, wie etwa in Baden, müsse eben nachgebessert werden. Ansonsten gebe es genug Ressourcen - erst vor kurzem habe man in Wolkersdorf zusätzliche 600 Stellplätze geschaffen. Und wenn die neue Hochleistungsstrecke im Dezember ihren Dienst aufnimmt, wird es laut dem Sprecher am neuen Bahnhof Tullnerfeld ebenfalls 600 neue P&R-Plätze geben. Mit einem stündlichen Halt von ÖBB und Westbahn sei das gesamte Tullnerfeld dann gut abgedeckt.




1 Leserkommentar




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-10-16 17:53:03
Letzte Änderung am 2012-10-16 18:00:23


Werbung



Beliebte Inhalte



Werbefigur der Firma Niemetz. - APAweb/GEORG HOCHMUTH Wien. Es ist entschieden: Die zum Meinl-Imperium gehörende Heidi Chocolat mit Sitz in Rumänien kauft den insolventen Wiener Schwedenbombenhersteller...weiter

Hier wird vereint, was vor ein paar Jahren für Kopfschütteln sorgte. - Mazak
  • Am 23. Mai eröffnet die Wohngemeinschaft offiziell ihre Pforten.
  • weiter

Der strenge Winter hat nicht nur in Wien, sondern in ganz Europa Spuren hinterlassen. - dpa / Franziska Kraufmann
  • Vassilakou: Bei der Sanierung wurde nicht gespart.
  • weiter

Der Radfahrverkehr soll gefördert werden. - apa/Helmut Fohringer
  • Hitzige Debatte im Gemeinderat - Öffnung von Einbahnen für Radfahrer.
  • weiter

Modelle wie "Shared Space" (hier der Probebetrieb auf der Mariahilfer Straße) sind die Zukunft. - apa / Herbert Neubauer
  • Schwarz: Kürzere Wege und höhere Spritpreise als Mittel gegen das Auto.
  • weiter

Schütze Bosko Rasovic trainiert fünfmal pro Woche. S. Jenis
  • Rund 24.000 Wiener haben eine Waffenbesitzkarte.
  • weiter

Haben die Wiener Senioren mehr Weitblick als die eigene Partei? - Rösner
  • Die "rote Basis" macht Urlaub - und schimpft über die (grüne) Stadtpolitik.
  • weiter

Eine erste Teststrecke beim Westbahnhof wurde grün angemalt. - APAweb / Georg Hochmuth
  • City-Chefin Stenzel: Grüne geben Steuergelder für Parteiwerbeaktion aus.
  • weiter

Neben Rot soll es auch Grün auf den Radwegen geben. - apa
  • Fußgängerbeauftragte plädiert für mehr Rücksichtnahme.
  • weiter

  • Radfahrer und Fußgänger als Grünen-Schwerpunkt im Gemeinderat.
  • weiter




Dossier Radjahr

Das Radjahr 2013 in Wien



Zum Dossier Wiener Tarife

Tarife der Öffis in Wien



Dossier zum Parken in Wien

Parken in Wien



Dossier Hauptbahnhof

Hauptbahnhof



 


Innerer Gürtel: Südost Tangente Richtung Heiligenstadt


Stadtgebiet Wien, Zwischen Strassenkreuzung Lazarettgasse und Strassenkreuzung Nußdorfer Straße Fahrbahn auf zwei Fahrstreifen verengt, Baustelle bis 30.08.2013, an Wochenenden und von 22:00 bis 05:00 Uhr zeitweise nur 1 Fahrstreifen frei




Gürtelbrücke: Brigittenau Richtung Gürtel


Wien/AS Brigittenauer Lände Einfahrt gesperrt, Baustelle bis 30.10.2015




Thaliastraße: Ottakring - Gürtel


Stadtgebiet Wien, Zwischen Strassenkreuzung Wattgasse und Strassenkreuzung Gürtel in beiden Richtungen Verkehrsbehinderung, Baustelle bis 30.09.2013





Nach Sony (PlayStaion 4) und Nintendo (WiiU) hat nun auch Microsoft seine Vision der zukünftigen Spielkonsolenwelt vorgestellt. Kinect Group Program Manager Scott Evans demonstrierte bei der Präsentation der "Xbox One" gleich einmal den neuen Kinect-Sensor, der nun nicht mehr als Zubehör erhältlich sein wird, sondern fix im Lieferumfang enthalten sein wird.

Mailands "neubabylonischer" Hauptbahhnhof Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi"

Der Teil einer Installation des pakistanischen Künstlers von Imran Qureshi im Metropolitan Museum in New York. Die letzten Stufen werden noch eingekleidet, und dann kanns los gehen:

Werbung