• vom 12.03.2013, 17:47 Uhr

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Update: 12.03.2013, 17:53 Uhr

Wiener Hauptbahnhof

Fertigstellung des Rautendaches am Wiener Hauptbahnhof bis Jahresende




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  • "Wir haben zwei Drittel des Eiffelturms hier liegen"
  • Halle Nord wird derzeit gebaut.

Wien. Seit knapp 100 Tagen ist der Wiener Hauptbahnhof in Teilbetrieb. Parallel dazu wird an der Großbaustelle der neuen zentralen Station - am Areal des ehemaligen Süd- und Ostbahnhofs - weitergearbeitet: Bis Jahresende sollen die Roharbeiten der Eingangshalle am Südtiroler Platz, von den ÖBB auch Halle Nord genannt, abgeschlossen sein. Zu diesem Zeitpunkt werde dann die Dachgleiche erfolgen, wie ÖBB-Projektleiterin Judith Engel bei einer Baustellenbesichtigung am Dienstag berichtete.

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Vier Gleise für Zughalte und ein Durchfahrtsgleis sind seit vergangenem Dezember in Betrieb. Rund 40.000 Fahrgäste würden bereits täglich den Hauptbahnhof Wien nutzen, so Engel. Zugänglich sei für die Passagiere aber nur ein Sechstel der Erdgeschoßfläche der gesamten Bahnhofshalle. Unter- und oberirdisch wird nämlich "emsig" weitergebaut: "Unsere Schwerpunkte in diesem Jahr sind die Fertigstellung des Rautendaches, der Rohbau der Halle Nord Richtung Gürtel sowie die Errichtung der Brückentragwerke Landgutgasse, Laxenburger Straße", erklärte die Projektleiterin.

15.000 Schrauben
Die Eingangshalle am Südtiroler Platz werde mit circa 4100 Quadratmetern so groß wie die Bahnhofshalle am Westbahnhof, so Engel. Sie soll künftig auch unterirdisch als Verbindungselement zwischen U-Bahn und Bahnhof fungieren, wobei die Durchgänge für Fahrgäste erst mit der Vollinbetriebnahme des Hauptbahnhofs im Dezember 2014 benutzbar sein werden. Beeindruckt zeigte sich die Projektleiterin auch von der Menge an Stahl, die für die gesamte Dachkonstruktion zum Einsatz kommt: "Wir haben zwei Drittel des Eiffelturms hier liegen." Pro Stahlskelett einer Raute würden 15.000 Schrauben verwendet.

Bis Dezember 2014 werden laut Engel auch die rund 115 Shops des Einkaufszentrums, die im Erd- und erstem Untergeschoß des Hauptbahnhofs angesiedelt sind, fertiggestellt sein. Derzeit würde an den Brandschutzeinrichtungen hinter den Geschäften gearbeitet, berichtete sie.

Von Baustellen umgeben
Aber auch rund um die neue zentrale Station wird weitergebaut. Im südlichen Teil des Areals - im Bereich der Sonnwendgasse, Gudrunstraße und dem Bahnkörper - entstehen bis Ende 2014 rund 5000 Wohnungen samt Kindergarten und einem Bildungscampus: "Die ersten Bewohner werden heuer bereits einziehen", berichtete der zuständige ÖBB-Gesamtprojektleiter, Karl-Johann Hartig. Alle Arbeiten am Gesamtprojekt sollen dann 2015 abgeschlossen sein. Im Dezember 2014 gehe zwar der Bahnhof vollkommen in Betrieb, es seien aber noch nicht alle Gleise verbunden, so Hartig. Diese werden dann 2015 durchgehend befahrbar gemacht.

Die Gesamtkosten des Projekts - Bahnhof und Stadtentwicklungsgebiet mit Wohnungen - belaufen sich auf rund vier Milliarden Euro. Davon entfällt circa eine Milliarde auf den Bahnbau. Der Rest teilt sich größtenteils auf private Investitionen für Wohnungen und Büros auf. Die Stadt Wien investiert rund 500 Millionen Euro.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2014
Dokument erstellt am 2013-03-12 13:22:09
Letzte Änderung am 2013-03-12 17:53:22


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