• vom 14.09.2017, 07:30 Uhr

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Update: 14.09.2017, 07:54 Uhr

Schnellbahn

Kein Zustieg mit gültiger Jahreskarte




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Ines Volpert, Pressesprecherin der Westbahn, versucht die Fahrgäste zu beruhigen: "Natürlich ist es so, dass man mit einem VOR-, ÖBB- oder Wiener-Linien-Ticket nicht mit uns im innerstädtischen Bereich fahren kann, aber wir werden eine Informationsoffensive starten und in den ersten Tagen Kulanz walten lassen". Wer dann dennoch in einem Westbahnzug innerhalb Wiens ohne gültigen Fahrausweis angetroffen wird, muss - etwa von Westbahnhof nach Hütteldorf - ein Ticket um 2,20 Euro kaufen. Als innerstädtisches Verkehrsmittel sieht Volpert die Westbahn nicht, sondern eher als Fernverkehrsanbieter mit zusätzlichen Haltestellen an Wiener Bahnhöfen. Prinzipiell sei das neue Konzept eine Win-win-Situation. "Sowohl die Wiener profitieren davon, dass sie von den U-Bahn-Stationen direkt nach Salzburg fahren können, als auch die Salzburger und Linzer, die nach Wien fahren, weil sie direkt bis zur U-Bahn gebracht werden", sagte die Sprecherin.

Wissen

(af) Die Fahrplanumstellungen und die Betriebserweiterung der Westbahn bringen einige Nebeneffekte: Die Reisezeit von Wien nach Salzburg verkürzt sich etwa um drei Minuten auf künftig zwei Stunden und 25 Minuten, nach Linz um sechs Minuten auf eine Stunde und 13 Minuten.

Das bedeutet laut Westbahn die kürzeste Reisezeit zwischen Wien und Oberösterreich. Ausgeweitet werden mit der Adaptierung ab 10. Dezember auch die Betriebszeiten am Tagesrand. Auf der Strecke Wien-Salzburg fährt künftig um 20.43 Uhr der letzte Zug ab. Von Salzburg nach Wien startet im Dezember der erste um 5.22 Uhr, der letzte fährt um 20.22 Uhr los. Mit dem Halbstundentakt möchte die Westbahn erreichen, dass Kunden keinen Fahrplan mehr studieren müssen, sondern einfach zum Bahnhof fahren und in den nächsten Zug steigen können. Aufgelassen wird mit Fahrplanwechsel der Halt Tullnerfeld. Einen Sonderhalt soll es jedoch bei Heimspielen des SK Rapid in Wien-Hütteldorf geben. Für die Weiterreise von Salzburg nach München wurden ebenfalls Verbesserungen erzielt.

Vom Hauptbahnhof Salzburg gibt es künftig Verbindungen mit einem durchgehenden Halbstundentakt nach Deutschland entweder per Meridian oder EC oder Railjet nach München. Für die geplanten Maßnahmen nimmt die Westbahn 400 neue Mitarbeiter auf. Die bisherigen sieben Garnituren werden auf 17 aufgestockt, 180 Millionen Euro kostet die Anschaffung der neuen Züge. Während der Stoßzeiten in der Früh- und Nachmittagsspitze werden Doppelgarnituren eingesetzt. Die Auslastung beträgt laut Westbahn derzeit rund 45 Prozent. Mehr als zehn Millionen Passagiere in den kommenden Jahren sei das Ziel, derzeit liegt man bei rund fünf Millionen.

Mit dem "Westchance"-Ticket kann um 8 Euro von Wien nach Linz gefahren werden, der Normalpreis liegt bei 19,60 Euro. Dafür müssen sich Kunden bis zu zwei Tage vor dem Reisetag das Datum und einen Zeitraum der gewünschten Abfahrt auswählen - dafür gibt es ein Drei-Stunden-Fenster, wie etwa bei Fahrten, die vor 9 Uhr stattfinden. Am Tag vor der Reise legt die Westbahn den exakten Zug fest und informiert den Kunden darüber per E-Mail. Gebucht werden kann dieses Ticket ab heute, der erste Reisetag ist Dienstag, der 19. September.

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Schlagwörter

Schnellbahn, Wien, WESTbahn, VOR, ÖBB

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-09-13 15:48:06
Letzte nderung am 2017-09-14 07:54:07



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