• vom 28.09.2017, 17:08 Uhr

Unterwegs

Update: 02.10.2017, 13:54 Uhr

Schnellbahn

"Ich hab genug"




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Besonders störanfällig ist die Schnellbahn im Frühverkehr zwischen 6 und 9 Uhr. Genau dann also, wenn Mütter ihre Kinder in den Kindergarten bringen, Schüler zum Unterricht müssen und Pendler in die Arbeit fahren. Viele ÖBB-Kunden blicken deshalb dem Dezember etwas bang entgegen. Ab dann nämlich wird auch noch die Westbahn die ÖBB-Stammstrecke in Wien von Praterstern bis Meidling im Halbstundentakt befahren (die "Wiener Zeitung" berichtete).

Warum aber bekommen die ÖBB ihr Problemkind Schnellbahn nicht in den Griff? Vielleicht, weil sie gar kein Problem sehen. So erklärt ÖBB-Sprecher Roman Hahslinger: "Im September fuhren 97,1 Prozent aller ÖBB Züge in der Ostregion pünktlich, nur 0,5 Prozent der Züge fielen aus. Die hohe Pünktlichkeit spiegelt sich auch in unserer Kundenbeschwerdestatistik wider." Häufig seien es unvermeidbare fremde Einflüsse, die zu Verspätungen führten, darunter Rettungseinsätze, Polizeieinsätze oder Personen, die unbefugt Gleise betreten. "Trotz allem verstehen wir, dass Verspätungen oder Zugausfälle für Kunden sehr unangenehm sind, und sind 365 Tage im Jahr bemüht, pünktlich und sicher unterwegs zu sein."

Laut ÖBB sind nur 1 Prozent der Züge ausgefallen
Die ÖBB selbst haben in der Ostregion im September insgesamt 468 Zugausfälle verzeichnet. Auf der Stammstrecke der S-Bahn (Meidling-Floridsdorf) sind demnach 1 Prozent aller Züge ausgefallen, in der gesamten Ostregion nur 0,5 Prozent. Es gab allerdings in diesem Zeitraum auch noch etliche akute Verspätungen und Züge, deren Fahrplan plötzlich geändert wurde - was viele Pendler dann unangenehm überraschte.

Die Pünktlichkeit in der Ostregion betrug laut ÖBB im September 97,1 Prozent, auf der Stammstrecke waren es 96,5 Prozent. Hauptverantwortlich für Verspätungen waren Stellwerk- und Weichen- und Oberleitungsstörungen (auch durch Unfälle mit Baukränen oder Blitzeinschläge), ein Brand in einer Obdachlosenunterkunft in Inzersdorf, Personen auf den Gleisen und diverse Rettungseinsätze.

Die angesprochenen verfrühten Abfahrten stehen laut ÖBB im Zusammenhang mit Bauarbeiten. Die Änderungen der Abfahrts- und Ankunftszeiten würden aber im Fahrplan verlautbart und die Reisenden über die Bauarbeiten informiert. Und die ÖBB betonen in einem Statement: "Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB-Konzern jährlich 461 Millionen Fahrgäste und 111 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. Die ÖBB gehörten 2016 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas."

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-09-28 17:15:06
Letzte ─nderung am 2017-10-02 13:54:05



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