• vom 06.12.2017, 09:27 Uhr

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Update: 06.12.2017, 09:38 Uhr

Öffentlicher Nahverkehr

Zug zur Verdichtung




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Von Arian Faal

  • Am kommenden Sonntag bekommt der Wiener Nahverkehr Verstärkung. Die Westbahn stockt ihre Verbindungen von Wien nach Salzburg mit mehr als 30 Abfahrten pro Tag und Richtung auf.



Wien. Die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, in vier Tagen ist es dann so weit. Wiens Nahverkehrsnetz wird ausgebaut. Die Westbahn stockt ihr Angebot auf und bietet mehr Züge und dichtere Intervalle innerhalb der Wiener Schnellbahnstrecke an (die "Wiener Zeitung" berichtete).

Auch die Konkurrenz, die ÖBB, haben ihre Intervalle verdichtet. Erich Forster, CEO der Westbahn, erklärt im Gespräch, dass es gar nicht so einfach war, den Ausbau bei laufendem Betrieb zu bewältigen. "Den täglichen Betrieb am Laufen zu halten und gleichzeitig das Unternehmens innerhalb eines eng bemessenen Zeitraumes so deutlich zu vergrößern, das war in den vergangenen Monaten eine spannende Herausforderung", sagt er.


Chaos befürchtet
Das klare Ziel, das man als Unternehmen vor Augen hatte, hätte geholfen. "Nun freuen wir uns sehr darauf, unseren Reisenden mit der vergrößerten Flotte und der zweiten Linienführung in Wien noch mehr Dienstleistung zu bieten." Forster verspricht, dass die Qualität durch den Ausbau, immerhin gibt es zu der bestehenden Verbindung vom Westbahnhof auch rund 30 zusätzliche Abfahrten vom Praterstern, nicht leiden wird. "Das ist mir ganz wichtig. Unser Team in der Crew und im Führerstand wird sich natürlich auch in den neuen Garnituren in bewährter Weise um die Reisenden kümmern. Dieses zentrale Element unserer Unternehmensphilosophie behalten wir unverändert bei", so der Geschäftsführer.

Diese Ankündigungen klingen auf den ersten Blick sehr positiv, doch bei näherer Betrachtung gibt es zwei große Wermutstropfen:

Tausende betroffene Pendler befürchten ein noch größeres Chaos und mehr Verspätungen im Wiener Nahverkehrsnetz, wenn nach dem Fahrplanwechsel die mehrheitlich private Westbahn halbstündlich mit zwei Linien von Wien Praterstern und vom Westbahnhof parallel zu den Schnellbahnen und Regionalzügen nach Salzburg unterwegs sein wird (siehe Grafik). Ab 10. Dezember gibt es auf der Strecke viel mehr Züge und daher wird die Strecke - so Befürchtungen - viel störungsanfälliger. Gibt es künftig Ausfälle, Behinderungen, Unfälle, Fahrgasterkrankungen oder Oberleitungsschäden, sind Fahrgäste beider Anbieter direkt betroffen.

Zweites Manko des erweiterten Angebots: Man darf die Westbahn innerhalb der Wiener Stammstrecke nicht mit der Jahreskarte oder anderen VOR-Tickets nutzen. Will man sie dennoch als Schnellbahnersatz benützen, muss man eine Einzelfahrkarte kaufen. Daher heißt es künftig genau auf die Anzeigetafeln schauen, ob der kommende Zug von der ÖBB oder der Westbahn ist.

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Dokument erstellt am 2017-12-06 09:32:09
Letzte ─nderung am 2017-12-06 09:38:49



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