Berlin. (reu/rb) In den Industrieländern sind nach Angaben der OECD seit Ausbruch der Finanzkrise 2007 in Summe mehr als 13 Millionen Arbeitsplätze vernichtet worden. "OECD-weit waren damit im Juni dieses Jahres mehr als 44 Millionen Menschen arbeitslos, viele von ihnen bereits seit mehr als zwölf Monaten", so die 34 Mitgliedstaaten zählende Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).
Nur in Deutschland und Chile gebe es heute eine niedrigere Arbeitslosenquote als vor der Krise. "Hatte sich die Situation im Jahr 2010 in vielen Regionen etwas entspannt, so macht das jüngst wieder gedrosselte Wirtschaftswachstum die kurzzeitigen Gewinne zunichte", hieß es.
Auch hochwertige Jobs seien vor allem für Junge seltener geworden. "Viele erhalten nur noch befristete Verträge, die - anders als früher - in eine Sackgasse führen statt als Sprungbrett für eine dauerhafte Beschäftigung zu dienen." Problematisch sei auch die hohe Langzeitarbeitslosigkeit. Sie habe sich seit 2007 in einigen Ländern verdoppelt.