• vom 01.10.2011, 16:31 Uhr

International

Update: 01.10.2011, 16:45 Uhr

Occupy Wall Street

"Besetzt die Wall Street"




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  • Eine Gruppe von Demonstranten hat sich zum Ziel gesetzt, die Wall Street monatelang zu besetzen.
  • Im Moment ist es bei einer überschaubaren Park-Besetzung geblieben - und einem Protestmarsch gegen die Polizei.

Zumindest wetterfest sind die Anti-Wall-Street-Demonstranten.

Zumindest wetterfest sind die Anti-Wall-Street-Demonstranten.© APAweb/Reuters/Lucas Jackson Zumindest wetterfest sind die Anti-Wall-Street-Demonstranten.© APAweb/Reuters/Lucas Jackson

(rie) Seit zwei Wochen campieren sie in einem Park nahe der US-Börse in der New Yorker Wall Street. "Occupy Wall Street" ("Besetzt die Wall Street") nennt sich eine Gruppe von Demonstranten, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Wall Street "für Monate zu besetzen". Am Freitag kam es zum großen Protestmarsch - allerdings nicht gegen die Börsianer, sondern gegen die Polizei. Diese sei in einer vorangegangenen Demonstration äußerst hart gegen deren Teilnehmer vorgegangen.


Über 1.000 Personen beteiligten sich an dem Protestmarsch, der von der Polizei begleitet wurde. Zu Ausschreitungen sei es diesmal nicht gekommen - auch zu keinen Festnahmen. Anders als bei der Demonstration am vergangenen Wochenende, bei der 80 Personen festgenommen wurden. Vor allem der Einsatz von Pfefferspray gegen vier Frauen - die Aktion wurde via YouTube im Internet verbreitet - erzürnte die Aktivisten.

Die Kritik der Bewegung richtet sich eigentlich gegen den Einfluss der Finanzlobby auf die Politik in Washington und die soziale Ungerechtigkeit in den USA. So werden etwa die Banken-Notverkäufe im Jahr 2008 angeprangert.

In ihrem Camp im Zuccoti Park in Manhattan macht die Gruppe auf ihre Anliegen aufmerksam. Über den Winter wollen die Demonstranten ausharren. Entsprechende Maßnahmen wurden bereits getroffen. Neben Plakaten mit Anti-Wall-Street-Slogans finden sich hier eine Notküche oder eine Büchersammlung. Persönlichkeiten wie der kritische Filmemacher Michael Moore oder die Schauspielerin Susan Sarandon haben ihre Solidarität mit den Aktivisten mit einem Besuch im Camp bekundet.

Formiert haben sich die Demonstranten über Social Networks wie Facebook und Twitter. 20.000 Teilnehmer waren eigentlich angekündigt. Zum Start der Aktion vor zwei Wochen fanden sich dann lediglich zwischen 1.000 und 5.000 Personen ein. Eine genaue Zahl gab es nicht. Die Gruppe schrumpfte in den Folgetagen jedenfalls massiv zusammen.

Wie lange man die Börse-Gegner in dem Park campieren lässt, ist unklar. "Wir werden sehen", antwortete New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg in seiner wöchentlichen Radio-Show auf die Frage, ob die Demonstranten auf unbestimmte Zeit im Park bleiben dürften. "Menschen haben das Recht, zu demonstrieren", sagte der Republikaner. Er wolle aber sicherstellen, dass andere Bürger durch die Proteste nicht belästigt werden.




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Dokument erstellt am 2011-10-01 16:33:42
Letzte Änderung am 2011-10-01 16:45:13



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