• vom 28.11.2011, 18:19 Uhr

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Düsterer OECD-Ausblick: Wirtschaft der Eurozone wird kurzfristig schrumpfen - Globaler Abschwung 2012

Das Rezessionsgespenst geht um



  • 2012er-Prognose für Österreich von bisher 2,1 auf 0,6 Prozent gesenkt.

Paris.



(kle) Droht wirklich ein erneuter Rückfall in die Rezession, wie Experten ihn derzeit prophezeien? In der Wirtschaft gibt es jedenfalls Stimmen, die davon sprechen, dass längst nicht alles so schlecht läuft, wie es im Moment dargestellt wird. Voestalpine-Chef Wolfgang Eder etwa - sein Stahlkonzern ist rund um den Globus, vor allem aber in Europa tätig und beliefert Kunden in fast allen Industriebranchen - sagte erst vor kurzem, es handle sich um einen normalen zyklischen Abschwung nach zwölf Monaten Aufschwung. Eder steht mit beiden Beinen in der Wirtschaft, die aktuellen Prognosen, in denen wiederholt von Rezession die Rede ist, hält er für überzogen.

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In den Chor jener, die von einem solchen Szenario ausgehen, hat nun auch die OECD eingestimmt. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sieht die 17 Länder der Eurozone kurzfristig in eine Rezession rutschen. Wie es in ihrer Herbstprognose heißt, werde die Wirtschaft sowohl im laufenden als auch im nächsten Quartal schrumpfen. Erst ab dem zweiten Quartal sei wieder mit positiven Zahlen zu rechnen.

Für das Gesamtjahr 2012 sagt die OECD für den Euroraum ein kaum wahrnehmbares Wachstum von 0,2 Prozent voraus. Vor allem in den von der Schuldenkrise gebeutelten Staaten soll die Lage angespannt bleiben. So wird für Italien ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,5 Prozent prognostiziert, Portugal soll sogar mit einem Minus von 3,2 Prozent rechnen müssen, und die Schätzung für Griechenland liegt bei minus 3,0 Prozent. Erst 2013 könnten die Krisenstaaten wieder mit Wachstum rechnen, heißt es.

Indes ist die OECD für Deutschland relativ optimistisch - auch wenn die größte Wirtschaftsnation der Eurozone im vierten Quartal aus ihrer Sicht bereits in eine "milde" Rezession geraten ist. Bis ins Frühjahr hinein werde die wirtschaftliche Entwicklung zwar schwach bleiben (wegen der starken Exportabhängigkeit des Landes), ab Mitte 2012 sei dann aber mit einer Erholung zu rechnen. "2013 dürfte das Wachstum mit 1,9 Prozent stärker ausfallen als in anderen Ländern des Euroraums - nicht zuletzt, da kein nennenswerter Abbau von Privat- und Unternehmensschulden erfolgen muss", so die OECD. Für 2012 rechnet sie in Deutschland mit einem BIP-Plus von 0,6 Prozent.

Eingreifen der EZB gefordert
Auch für die österreichische Wirtschaft sieht die OECD im kommenden Jahr nur noch ein Wachstum von 0,6 Prozent, ihren bisherigen Schätzwert hat sie deutlich nach unten korrigiert (siehe Grafik). Zum Vergleich: Heimische Konjunkturforscher wie Wifo und IHS erwarten ein Plus von 0,8 beziehungsweise 1,3 Prozent, hatten bei ihrem letzten Ausblick Ende September allerdings betont, dass ihre Prognosen unter eher optimistischen Annahmen stehen.




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Dokument erstellt am 2011-11-28 18:26:05


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