Wien.

Für Mitsubishi war es nicht der erste Fauxpas: Die Japaner nannten einen Geländewagen Pajero - nach einer Wildkatze. Nicht bedacht hatten die Entwickler allerdings, dass Pajero in spanischsprachigen Ländern als Schimpfwort benutzt wird. Nun heißt das Modell dort Montero.
Eine unglückliche Wahl hat der koreanische Hersteller Kia für sein Modell "Carens" getroffen, sagt Sybille Kircher, Geschäftsführerin der Agentur Nomen in Düsseldorf: Es erinnere an das spanische Wort "carencia", was Entbehrung bedeutet. Der Toyota MR2 wurde von Franzosen wie "merde" ausgesprochen - der zweisitzigen Sportwagen wurde danach nur MR genannt.
Neuer Opel heißt wie Kaffee
Einen Kompakt-SUV (Sport Utility Vehicle), der wie ein Kaffee heißt, bringt der deutsche Hersteller Opel ab Herbst auf den Markt. Der Name "Mokka" wurde von Endmark in Köln entwickelt. Der Name polarisiere, aber die Assoziation mit Kaffee sei erwünscht, sagt Endmark-Geschäftsführer Bernd M. Samland: "Der SUV hat Eigenschaften wie ein Mokka: klein, stark und anregend." In den USA wird das Modell Buick Encore heißen.
Opel verwendete früher Bezeichnungen von gesellschaftlichen Rangfolgen - von Kadett über Kapitän bis Senator. Weil immer mehr Fahrzeuge im Ausland verkauft wurden, brauchte es Namen, die international funktionieren. Heute enden fast alle Pkw-Modellbezeichnungen bei Opel auf einem A: Astra, Corsa, Insignia, Meriva oder Zafira.
"Ein Markenname muss sympathisch klingen und auf die Eigenschaften des Produkts verweisen", sagt Samland. Marken sollten leicht auszusprechen sein und dürfen keine missverständliche Bedeutung haben. Für Kircher muss sich der Name zudem vom Wettbewerb abheben und "eine Geschichte erzählen". International einheitliche Markennamen sind wichtig, erklärt Kircher von der Agentur Nomen, die unter anderem die Namen für Toyota Auris, Yaris und Aygo, Renault Clio sowie für den neuen Kleinwagen Skoda Citigo erfunden hat.