• vom 10.04.2012, 18:02 Uhr

International

Update: 10.04.2012, 21:14 Uhr
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Spanien rückt in den Mittelpunkt der Krise



  • Regierung in Madrid kann mit neuen Spar-Plänen Anleger nicht beruhigen.

Madrid. Spanien rückt in der europäischen Finanzkrise immer stärker in den Mittelpunkt. Die Regierung des von Schulden geplagten Landes verkündet ein Sparvorhaben nach dem anderen, aber die Nervosität und die Sorgen auf den Finanzmärkten halten unvermindert an. Die viertgrößte Wirtschaftsmacht der Euro-Zone wird das Gespenst einer möglichen internationalen Rettungsaktion nicht los.

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Der Staatshaushalt für 2012 ist noch gar nicht vom Parlament verabschiedet worden, erweist sich aber schon jetzt als veraltet. Ministerpräsident Mariano Rajoy kündigte über Ostern zusätzliche Einsparungen an. Der konservative Regierungschef will die Ausgaben im Bildungs- und Gesundheitswesen um 10 Milliarden Euro senken. Doch die Frage ist, wie: Beide Bereiche liegen in der Zuständigkeit der Regionen. Zwar regiert Rajoys Volkspartei einen großen Teil der 17 Regionen des Landes, hat aber nicht die beiden größten, nämlich Andalusien (8,4 Millionen Einwohner) und Katalonien (7,5 Millionen).

Die Anleger misstrauen also den Spar-Vorhaben aus einfachen Gründen. Die Folge: Die Renditen für spanische Staatsanleihen sind auf den höchsten Stand seit dem Höhepunkt der Schuldenkrise im November 2011 gestiegen. Mit Zinssätzen in einer Größenordnung von 5,8 Prozent für Zehn-Jahres-Anleihen gingen sie in Richtung 6 Prozent und erreichten ein Niveau, das für das von Schulden geplagte Land auf Dauer nicht tragbar ist.

Österreichs Zinsen für neue Anleihe auf Rekordtief
Erfreuliches vermeldete dagegen der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), Ewald Nowotny: Österreich hat am Dienstag Anleihen mit dem niedrigsten jeweils gezahlten Zinssatz aufgelegt. So billig habe sich der Staat noch nie refinanziert, das sei "ein gutes Zeichen". Die Rendite bei der fünfjährigen Anleihe lag bei 1,73 Prozent, einem Rekordtief, bei zehnjährigen Papieren waren es 2,9 Prozent.

Der Triple-A-Verlust der Republik Österreich habe sich in dieser Form also "nicht so dramatisch" ausgewirkt, sagte Nowotny. Österreich sei in der Lage, sich günstig zu refinanzieren.




Schlagwörter

Staatsanleihen, Krise, Spanien

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-10 18:08:08
Letzte Änderung am 2012-04-10 21:14:01


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