Wien. Die AUA (Austrian Airlines) wird 2012 abermals tiefrote Zahlen schreiben. Teures Flugbenzin, hohe Gebühren und Steuern verursachten im ersten Quartal 2012 ganze 28 Millionen Euro Mehrbelastung gegenüber dem Vergleichsquartal 2011. Die Flugsteuer wird seit April 2011 eingehoben, ist also bei den weiteren Vergleichsquartalen schon inkludiert. Und die Kerosinpreise werden im Jahresverlauf nicht so weitersteigen wie in den ersten Monaten 2012, hofft die Branche.
Dass die Fluggesellschaft heuer nicht aus den roten Zahlen kommt, hat die deutsche Mutter Lufthansa schon einkalkuliert. 2011 verlor die AUA im operativen Geschäft rund 60 Millionen Euro. "Trotz der Passagierzuwächse dürfen wir unser Kostenprogramm nicht aus den Augen verlieren", kommentierte AUA-Chef Jaan Albrecht. Bei der AUA heißt es, Lieferantennachlässe und Gebührensenkungen des jüngsten Sparpakets würden erst ab dem zweiten Quartal greifen. Die Rentabilität habe sich verbessert, weil mit zwei Flugzeugen weniger mehr Passagiere befördert wurden. Im ersten Quartal 2012 gab es bei der AUA ein Passagierplus von 10 Prozent zum schwachen Erstquartal 2011. Im Lufthansa-Konzern gesamt betrug der Zuwachs nur 4,8 Prozent.
Die AUA-Chefs streiten mit der Gewerkschaft seit Wochen über einen billigeren Kollektivvertrag für die AUA-Piloten. Der Aufsichtsrat tagt am 19. April.