• vom 16.04.2012, 18:36 Uhr

International

  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Stillstand bei Plänen für europäische Ratingagentur



München. (reu/hes) Die Pläne für eine europäische Ratingagentur kommen nicht vom Fleck: Diese sollte ein Gegenstück zu den drei US-dominierten Häusern Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch (mehrheitlich in französischem Besitz, aber angelsächsisch geprägt) bilden. Die deutsche Beraterfirma Roland Berger hält zwar entgegen anderslautenden Berichten an ihrem Vorhaben fest, "die Gespräche laufen weiter", sagt eine Sprecherin. Sie muss allerdings einräumen, dass es noch keine finanziellen Zusagen von Banken gebe. Geplant ist eine private nicht-gewinnorientierte Stiftung; die Startkosten wurden bisher mit 300 Millionen Euro beziffert.

Werbung

Ein einheitliches System für den Kontinent zu entwickeln sei alles andere als leicht, bestätigt Creditreform-Vorstand Helmut Rödl. Die Auskunftei bewertet seit rund zehn Jahren in Deutschland Unternehmen und will das Geschäft zunehmend auf Europa erweitern. Creditreform arbeite an einem Verbund und verhandle mit anderen Ratingagenturen aus Italien, Spanien und Bulgarien. "Es gibt aber eine sehr unterschiedliche Ratingkultur in den einzelnen Ländern", sagt Rödl. Den Roland-Berger-Vorstoß sieht er skeptisch: "Das so herauszustampfen ist eine sehr, sehr schwierige Angelegenheit."

Heute, Dienstag, will die Bertelsmann-Stifung Pläne für eine Non-Profit-Ratingagentur vorstellen, die sich nur auf Länderratings konzentrieren soll. Harald Wögerbauer, österreichisches Vorstandsmitglied des Europäischen Rechnungshofes, hält indessen weiter an der Idee fest, dass der Rechnungshof Ratingaufgaben übernehmen könnte, wie er der "Wiener Zeitung" bestätigt.




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-16 18:41:06


Beliebte Inhalte



Mehr als 5000 "Siemensianer" arbeiten derzeit noch in der neuen "Siemens-City" in Wien-Floridsdorf. - apa
  • Auch in Österreich wackeln bis zu 1000 Arbeitsplätze
  • weiter

Herbert Stepic am Freitag vor der Presse. - APAweb/GEORG HOCHMUTH
  • Stepic stolperte über seine publik gewordenen privaten Offshore-Geschäfte.
  • weiter

  • Was die Dorf-Genossen schafften, reicht heute von Rust bis Russland.
  • weiter

Die blauen Pillen werden deutlich billiger. - Foto: Pfizer
  • Pfizer will direkt übers Internet verkaufen
  • weiter

  • Tourismus-Wintersaison brachte Rekord bei Gästezahl und Nächtigungen.
  • weiter

Herbert Stepic am Freitag vor der Presse. - APAweb/GEORG HOCHMUTH
  • Stepic stolperte über seine publik gewordenen privaten Offshore-Geschäfte.
  • weiter

Notenbank-Direktor Ittner: Seit 2002 erzielt Österreichs Volkswirtschaft Leistungsbilanzüberschüsse.
  • Leistungsbilanz für 2012 weist
  • 5,5 Milliarden Euro Überschuss aus.
  • weiter

Keine Wachstumsimpulse für die heimische Produktion durch Aufträge aus dem Ausland.  (Symbolbild: Stahlarbeiter) - APA/HANS KLAUS TECHT
  • Letztes nennenswertes Quartalswachstum liegt schon ein Jahr zurück.
  • weiter

Stromstöße und Leistungsabfall: In der Austrian Power Grid (hier Bundespräsident Heinz Fischer bei einem Besuch 2012) werden Netzschwankungen ausgeglichen. - apa/BH/Tatic
  • Subventionen für erneuerbare Energien führen zu Marktverzerrung.
  • weiter

Hinhaltetaktik Österreich wartet mit dem Informationsaustausch auf die Schweiz - und die Schweiz wartet auf den Rest der Welt. - reu
  • Österreichs Forderungen sind legitim, zögern aber mögliche Verhandlungserfolge hinaus.
  • weiter




Werbung



Quiz



Am Vorabend des Life Balls fand sich bereits Prominenz ein: das Burgtheater lud zum Red Ribbon Celebration Concert, bei dem sich zahlreiche Künstler wie die Operndiva Anna Netrebko (im Bild mit Piotr Beczala),

Gottfried Helnwein, Peinlich, 1971, Die Wolldecke eines Navajo-Häuptlings wurde bei Sothebys in New York für rund 221.000 US-Doller versteigert. Es war die erste Auktion aus dem Nachlass der Sammlung Andy Williams, des bekannten US-amerikanischen Popsängers und Fernsehentertainers.

Chondrocladia lyra, ein fleischfressender Schwamm, lebt über drei Kilometer tief im Pazifik vor der Küste von Kalifornien. Die Art wurde von der Universität von Arizona in Tempe (USA) für die Liste der skurrilsten Entdeckungen 2012 ausgewählt. "Erstbegehung" des Wiener Wahrzeichens:  Slackliner Christian Waldner arbeitete sich in 60 Metern über dem Boden Schritt für Schritt vom großen Steffl-Turm (Südturm) bis zum südlichen Heidenturm vor und tänzelte nach kurzer Verschnaufpause wieder retour. Der Drahtseilakt dauerte rund zehn Minuten.

Werbung