Wiesbaden/Wien.

Zwischen 2001 und 2011 verzeichnete Deutschland mit 19,4 Prozent den mit Abstand geringsten Anstieg der Arbeitskosten, Österreich mit 31,9 Prozent den fünftniedrigsten. Dass Portugal (27,1 Prozent) und Griechenland (28,7 Prozent) im Zehnjahresvergleich einen relativ geringen Anstieg verzeichnen, liege an den vergangenen beiden Krisenjahren, in denen es deutliche Rückgänge gegeben habe, so Ralf Droßard vom Statistischen Bundesamt im Gespräch mit der "Wiener Zeitung". Zum stärksten Anstieg ist es - mit 330,4 Prozent - in Rumänien gekommen.
Bei den Lohnnebenkosten - im Wesentlichen den Sozialversicherungsbeiträgen, die der Arbeitgeber bezahlt - liegt Österreich mit 37 Prozent des Bruttoverdiensts sowohl über dem Durchschnitt der EU als auch der Eurozone. In Deutschland kommt netto am wenigsten beim Arbeitnehmer an.