Der weltweit rentabelste Autobauer Porsche musste im ersten Quartal einen Rückgang der operativen Rendite um zwei Prozentpunkte auf 17,5 Prozent hinnehmen. Porsche musste zu Jahresbeginn höhere Kosten für den Ausbau der Produktion und die Entwicklung neuer Modelle zu aufwenden, was das Ergebnis belastete.
Trotz des Renditeschwunds fährt die zum Volkswagen -Konzern gehörende Edel-Marke den Konkurrenten weit voraus: BMW kam im Auftaktquartal als Spitzenreiter unter Deutschlands Oberklasse-Autobauern nur auf eine operative Marge von 11,6 Prozent.
Weltweit verkaufte Porsche in den vergangenen drei Monaten rund 30.200 Autos, 29 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Mit dem kräftigen Umsatzwachstum um ein Drittel auf 3,025 Milliarden Euro konnte der Gewinn nicht mithalten: Das operative Ergebnis lag mit 528 Millionen Euro nur gut 18 Prozent über Vorjahr. Die Fahrzeugpalette sei deutlich verjüngt worden, sagte Vorstandschef Matthias Müller. Das neue Modell des Sportwagens 911 kam bei den Kunden gut an, die Verkaufszahlen kletterten um knapp 38 Prozent. Aus China kamen zudem viele Order für die Luxus-Limousine Panamera.
"Wir sind mit den Ergebnissen des ersten Quartals 2012 höchst zufrieden", sagte Finanzvorstand Lutz Meschke. Die Verkaufszahlen sollen bis 2018 auf jährlich rund 200.000 Fahrzeuge steigen, strategisches Ziel bleibe eine Umsatzrendite von mindestens 15 Prozent. Rund die Hälfte des Fahrzeug-Geschäfts von Porsche gehört VW, die börsennotierte Porsche-Holding wiederum hält gut die Hälfte der Stimmrechte an Volkswagen.