Berlin. Im Tarifkonflikt der deutschen Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall am Donnerstag zu einer neuen Warnstreikwelle angesetzt. Zu den Schwerpunkten gehörten die wichtigen Tarifgebiete Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, aber auch Bayern. Unter anderem wurden Werke von BMW, Daimler und Porsche bestreikt.
Die Gewerkschaft fordert 6,5 Prozent mehr Geld, die Arbeitgeber boten bisher drei Prozent. Mit diesen "Krümeln" wollen sich die Metaller aber nicht abspeisen lassen, sagt Thorsten Dietter, Betriebsrat bei Bosch in Reutlingen: "Wir haben mit unserer Arbeit dafür gesorgt, dass Rekordumsätze und Gewinne in Milliardenhöhe erwirtschaftet wurden. Was ist der Dank der Arbeitgeber?"
Der Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Martin Kannegiesser, wies die Entgeltforderung der Gewerkschaft abermals zurück. Das bisherige Arbeitgeberangebot entspreche dem zur Verfügung stehenden Verteilungsspielraum.
Die Verhandlungen werden in der nächsten Woche in vierter Runde fortgesetzt.