Ehingen. (dpa) Rund 3850 deutsche Ex-Schlecker-Beschäftigte haben nach Angaben des Insolvenzverwalters Arndt Geiwitz bisher Klage gegen ihre Kündigung eingereicht. "So verständlich es aus der persönlichen Sicht jedes einzelnen gekündigten Mitarbeiters und jeder Mitarbeiterin ist, für den weiteren Sanierungsprozess ist die Anzahl der eingegangenen Kündigungsschutzklagen sicher belastend", sagte Geiwitz.
Bei den Zahlen handle es sich noch nicht um den finalen Stand, "da sich sicher noch einige restliche Klagen auf dem Weg der Zustellung befinden", sagte Geiwitz. Er fürchtet, dass die Klagen einen künftigen Investor abschrecken könnten.
Im Zuge der Insolvenz der deutschen Drogeriekette war Ende März deutschlandweit rund 10.000 Beschäftigten gekündigt worden. Für die Rettung und Sanierung von Schlecker befindet sich Geiwitz derzeit weiter auf Investorensuche. Auch wenn die Klagen vermutlich wenig Aussicht auf Erfolg hätten, werden sie die angestrebte Sanierung belasten, sagte Geiwitz weiter. Bis zuletzt hatte es noch geheißen, dass Geiwitz bis Pfingsten einen Investor präsentieren wolle. Laut der Zeitung "Welt" zufolge wird sich das nun wohl hinauszögern.