• vom 07.05.2012, 14:42 Uhr

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NGO Südwind prangert Ausbeutung in indischer Handy-Produktion an



  • Arbeiter für Zulieferer von Nokia und Co erhalten laut Südwind Hungerlöhne.

Wien.

Handys werden vor allem in China und Indien hergestellt.

Handys werden vor allem in China und Indien hergestellt.© aerogondo - Fotolia Handys werden vor allem in China und Indien hergestellt.© aerogondo - Fotolia

(sf) Das Handy ist für viele zum unverzichtbaren Begleiter geworden - produziert werden Mobiltelefone jedoch in Indien und China unter menschenunwürdigen Bedingungen, kritisiert die NGO Südwind. "In den Fabriken erhalten die Arbeiter am Fließband Hungerlöhne. Fünf bis zehn Mitarbeiter schlafen in einem winzigen Zimmer - im Schichtbetrieb, weil sonst zu wenig Platz wäre", berichtet Christina Schröder von Südwind von ihrem Besuch in Südindien.

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Mehr als 20.000 Beschäftigte arbeiten in Werken von Nokia oder dem Zulieferer Foxconn allein für den europäischen Markt. Die Konzerne werden mittels Sonderwirtschaftszonen ins Land gelockt, in denen sie von Exportsteuern befreit sind und Strom günstig erhalten.

Die Firmen verlangen von den Arbeitern mindestens zehn Jahre Schulausbildung. "Die Arbeiter sind meist 20 bis 26 Jahre alt und hoffen auf ein besseres Leben", so Schröder. Die Realität sieht jedoch anders aus: Mit umgerechnet 100 Euro pro Monat hätten die Arbeiter nicht genug Geld für Ernährung, Medizin und eine menschenwürdige Unterkunft.

Die Lohnkosten machen laut Südwind weniger als ein Prozent am Verkaufspreis aus. Ein fair produziertes Handy gibt es nicht. Südwind fordert Konsumenten nun auf, eine E-Mail-Petition auf www.suedwind-agentur.at zu unterschreiben. In dieser Mail werden Konzerne wie Nokia, Samsung und Apple aufgefordert, in der Produktion Menschen- und Arbeitsrechte einzuhalten.

Beim Zulieferer Foxconn hat die Kritik an den schlechten Arbeitsbedingungen offenbar geholfen: Der Konzern sicherte zuletzt zu, höhere Löhne zu zahlen.




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Dokument erstellt am 2012-05-07 14:47:04


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