Wien/Frankfurt. (kmö) Die defizitäre deutsche Luftfahrtgesellschaft Lufthansa, die im ersten Quartal 2012 rund 381 Millionen Euro Verlust schrieb, konzentriert sich künftig auf ihr Kerngeschäft. Die Mutter der österreichischen AUA will deshalb zwei Tochterfirmen verkaufen, wie die "Financial Times Deutschland" berichtete. Darunter die Catering-Tochter LSG Sky Chefs. Spätestens 2013 soll LSG zumindest einen neuen Miteigentümer haben. In der Zwischenzeit werden 1000 der 6000 LSG-Sky-Chefs-Mitarbeiter abgebaut. Mit dieser Meldung signalisierte Lufthansa-Vorstandschef Christoph Franz dem Markt seine Gesprächsbereitschaft - vor allem den potenziellen strategischen Partnern der Catering-Branche. Zu den international erfolgreichen Bordverpflegern zählt der börsennotierte österreichische Caterer Do & Co um Attila Dogudan.
"Ich habe das, wie Sie, in der ,Financial Times‘ gelesen", sagt Dogudan zur "Wiener Zeitung". "Wenn die Lufthansa mit uns darüber sprechen will, dann werden wir Gespräche führen. Sie ist ja nicht nur über die AUA ein Partner von uns, sondern wir sind auch in Frankfurt und New York Lieferanten. Da unser Kerngeschäft das Kochen ist, beobachten wir das mit Interesse." Es sei aber noch niemand von der Lufthansa in Sachen LSG Sky Chefs an Do & Co herangetreten. Die Do & Co Restaurants & Catering AG setzte im Geschäftsjahr 2011/12 mit 4166 Mitarbeitern 466,4 Millionen Euro um, das Betriebsergebnis (Ebit) betrug 32,4 Millionen Euro und die Ebit-Marge 6,9 Prozent.