• vom 29.06.2012, 18:04 Uhr

International

Update: 29.06.2012, 22:56 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Studie: Der E-Auto-Hype ist schon wieder vorbei, dafür boomen Hybrid-Antriebe

Nur mit Hilfsmotor rollen die E-Autos aus den Marktnischen


Von Helmut Dité

  • Erst in den Jahren nach 2015 ist mit billigeren Batterien zu rechnen.

Toyota und BMW wollen ihre Kooperation deutlicher ausweiten als erwartet. BMW-Vorstandschef Norbert Reithofer und Toyota-Präsident Akio Toyoda unterzeichneten am Freitag in München einen Kooperationsvertrag. Toyoda - mit seinem Konzern wieder weltweit die Nummer 1 der Autobranche und führend beim Hybridantrieb - betonte den "Respekt" für die Leistungen des Premium-Autobauers vor allem beim Leichtbau, Reithofer die "gleiche strategische Vision über eine nachhaltige individuelle Mobilität". - © dapd

Toyota und BMW wollen ihre Kooperation deutlicher ausweiten als erwartet. BMW-Vorstandschef Norbert Reithofer und Toyota-Präsident Akio Toyoda unterzeichneten am Freitag in München einen Kooperationsvertrag. Toyoda - mit seinem Konzern wieder weltweit die Nummer 1 der Autobranche und führend beim Hybridantrieb - betonte den "Respekt" für die Leistungen des Premium-Autobauers vor allem beim Leichtbau, Reithofer die "gleiche strategische Vision über eine nachhaltige individuelle Mobilität". © dapd

Wien/Düsseldorf/München. Nein, für Fahrer mit schwachen Nerven ist der Nissan Leaf nichts. Der weltweit erste und mit mehr als 30.000 Stück bisher auch meistverkaufte rein elektrisch betriebene Pkw - schon vor seiner Markteinführung auch in Europa zum "Auto des Jahres" gekürt - fordert radikales Umdenken bei der Planung jeder Fahrt. Kernfrage: Schaffe ich es bis zur nächsten Steckdose? 186 Kilometer Reichweite zeigt die gefällige Instrumententafel beim Start in Wien-Donaustadt an, nachdem das Drücken des Startknopfes kein Motorengeräusch gebracht hat - ein doppeltes freundliches "Bling" zeigt dem Fahrer, dass das Ding in Betrieb gehen kann. Nach zirka 12 Kilometern gefahrener Strecke sind 35 Kilometer Reichweite weg - obwohl die Klimaanlage ausgeschaltet blieb.

Werbung

Und während im Stadtverkehr - die Prinz-Eugen-Straße etwa geht Richtung Innenstadt ganz schön bergab! - durch Rückgewinnung von Strom beim Bremsen dann schon einmal der eine oder andere Kilometer Reichweite wieder dazukommt, werden dann schließlich am Flughafen Schwechat - keine 20 Kilometer, aber halt auch Autobahn - entfernt, nur mehr ganze 67 Kilometer Reichweite angezeigt. Und fünf davon frisst dann allein die Auffahrt auf Deck 6 des Parkhauses 4. Wird sich das am nächsten Tag für die gut 25 Kilometer zur Eröffnung von Wiens - übrigens erst zweiter - Schnell-Ladestation am Gaudenzdorfer Gürtel ausgehen, oder muss ich mir am Flughafen irgendwo eine Steckdose suchen, wo mein hübscher, leiser und - ja, auch trotz eher vorsichtiger Streichelei des Gas(Strom!)-Pedals flotter - Wagen gut zehn Stunden lang - so schätzt das Display - ans Ladekabel hängen kann?

Knapp 60 Prozent aller Neufahrzeuge in Europa - also mehr als neun Millionen Fahrzeuge - werden 2025 mit einem elektrifizierten Antrieb ausgestattet sein, sagt die neueste Studie "Antrieb 2025" der Unternehmensberatung A.T. Kearney. Aber: Der Anteil reiner Elektrofahrzeuge bleibt mit 12 Prozent auf Nischen beschränkt, der Elektrohype ist vorbei, bevor er richtig begonnen hat. Hybridantriebe dagegen bewegen im Jahr 2025 gut die Hälfte aller europäischen Neufahrzeuge. Insbesondere Plug-in Hybride, also Hybride mit großer Batterie, die auch am Stromnetz aufgeladen werden können, treiben bis 2025 fast jedes vierte Neufahrzeug an, so die Studie.

Strengere Verbrauchsregeln
"Hybride werden in allen Segmenten sowohl bei Benzinern als auch beim Diesel an Bedeutung gewinnen", so Götz Klink, Leiter der Automotive Practice von A.T. Kearney. Der große Trend geht dabei zu Plug-in Hybriden. "Plug-in Hybride sind zukünftig bezahlbar, verbrauchen sehr wenig und lösen das Hybridversprechen von elektrischem Fahren spürbar ein. Wir rechnen im mittleren Szenario unserer Studie in Europa mit mehr als 20 Prozent Anteil von Plug-in Hybriden in 2025", so Studienautor Stephan Krubasik. "Mildhybride - die nicht rein elektrisch fahren können (Anm.) - haben sogar die Chance, sich in einigen Segmenten als Standardausstattung durchzusetzen."




Schlagwörter

E-Autos

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-06-29 18:08:05
Letzte Änderung am 2012-06-29 22:56:06


Beliebte Inhalte



Umbau verzögert sich: Erst 16 der 885 dayli-Filialen in Österreich wurden mit Bistro ausgestattet. - dayli
  • Der Rückzug des bonitätsstarken Miteigentümers gilt als negatives Signal.
  • weiter

Die blauen Pillen werden deutlich billiger. - Foto: Pfizer
  • Pfizer will direkt übers Internet verkaufen
  • weiter

  • FCC pocht angeblich auf neue Kredite und auf Haftungen der Republik.
  • weiter

  • Drastische Kurskorrektur - nach wochenlangen Börserekorden.
  • weiter

Herbert Stepic am Freitag vor der Presse. - APAweb/GEORG HOCHMUTH
  • Stepic stolperte über seine publik gewordenen privaten Offshore-Geschäfte.
  • Folgt Johann Strobl als neuer Chef von Raiffeisen International?
  • weiter
  • Update vor 17 Min.

Notenbank-Direktor Ittner: Seit 2002 erzielt Österreichs Volkswirtschaft Leistungsbilanzüberschüsse.
  • Leistungsbilanz für 2012 weist
  • 5,5 Milliarden Euro Überschuss aus.
  • weiter

Zumindest einer hat gut lachen, andere wiederum verstehen das Urteil gegen Flöttl weniger. - APAweb/HELMUT FOHRINGER
  • Elsner hält an Vorwürfen gegen Flöttl fest: "Raubzug auf das BAWAG-Geld".
  • weiter

  • Moody’s: Ordentliche Abwicklung der KA günstiger als andere Lösungen.
  • weiter

Die Regierung hofft, die EU davon abzubringen, dass sie einen Zwangsverkäufer einsetzt. - apa/Techt
  • Kommunalkredit Austria: Verzicht auf neues Geschäft soll EU umstimmen.
  • weiter

  • Nowotny pessimistisch - OeNB im Vorjahr mit höchstem Gewinn seit 2005.
  • weiter




Werbung



Quiz



Gottfried Helnwein, Peinlich, 1971,

Chondrocladia lyra, ein fleischfressender Schwamm, lebt über drei Kilometer tief im Pazifik vor der Küste von Kalifornien. Die Art wurde von der Universität von Arizona in Tempe (USA) für die Liste der skurrilsten Entdeckungen 2012 ausgewählt. 23.05.2013: Nach 28 Jahren stießen Biologen auf eine unbekannte Affenart in Afrika: die Lesula-Affen. Sie leben versteckt in der Lomami-Region in der Dem. Rep. Kongo und wurden nun von der Universität von Arizona für die Liste der skurrilsten Entdeckungen 2012 ausgewählt.

Nach Sony (PlayStaion 4) und Nintendo (WiiU) hat nun auch Microsoft seine Vision der zukünftigen Spielkonsolenwelt vorgestellt. Kinect Group Program Manager Scott Evans demonstrierte bei der Präsentation der "Xbox One" gleich einmal den neuen Kinect-Sensor, der nun nicht mehr als Zubehör erhältlich sein wird, sondern fix im Lieferumfang enthalten sein wird. Mailands "neubabylonischer" Hauptbahhnhof

Werbung