Der japanische Autobauer Toyota ruft wegen technischer Probleme erneut weltweit millionenfach Fahrzeuge in die Werkstätten. Rund um den Globus müssten mehr als 1,5 Millionen Fahrzeuge überprüft werden, teilte Toyota Deutschland am Mittwoch in Köln mit. In Österreich sind 12.000 Autos betroffen.
Die Besitzer der Fahrzeuge in Österreich, die ab 2005 gebaut wurden, sollten ab Donnerstag darüber informiert werden, um ihre Autos in Werkstätten überprüfen zu lassen. Grund ist eine fehlende Fixierung an den hinteren Spurstangen.
Auf Anfrage der APA teilte Toyota Österreich am Donnerstag mit, hierzulande seien noch keine Unfälle aufgrund des Mangels bekannt. Es hätten sich bisher auch noch keine Kunden wegen möglicher technischer Fehler gemeldet - auch nicht beim ÖAMTC, wie eine Anfrage am Donnerstag ergab. Betroffene Kunden würden "sobald als möglich, vermutlich heute noch" über den Versicherungsverband VVO kontaktiert, so eine Toyota-Österreich-Sprecherin.
Fehlende Fixierung an der Hinterachse
Betroffen sind die Modelle RAV4, Avensis T27 und Auris D-CAT. Es handelt sich um eine fehlende Fixierung an der Hinterachse, bei der eine Einstellhülse mit zwei Muttern im vorgeschriebenen Drehmoment angezogen werden muss. Zwei Muttern sollen in Werkstätten mit dem richtigen Drehmoment angezogen werden. Durch die fehlende Fixierung könne Spiel entstehen und sich die Position des Hinterrades in der Position verstellen.
In den USA wird auch ein bestimmtes Modell der Toyota-Luxusmarke Lexus zurückgerufen, die nicht in Europa verkauft wird. Bereits im März dieses Jahres hatte der Autobauer 700.000 Fahrzeuge in den USA in die Werkstätten zurückgerufen. Im Jahr 2010 erlebte der japanische Konzern einen Imageschaden aufgrund einer Pannenserie. Viele der Vorfälle stellten sich später zwar als Fahrerfehler heraus, trotzdem verzeichnete Toyota danach einen Verkaufseinbruch. (apa/red)